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04-07-07, 08:23
CHINA ENTLÄSST DIE MINDERHEITEN NICHT IN DIE UNABHÄNGIGKEIT

Die Uiguren von Sinkiang sollen zu Chinesen werden

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OST-TURKESTAN hieß die an Chinas westlichem Rand gelegene Region Sinkiang einstmals. Das riesige Gebiet, das zum Teil aus Wüste besteht, ist seit einigen Jahren Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen der uigurischen Bevölkerung und der chinesischen Staatsmacht. Auf Sprengstoffanschläge und Attentate antwortet Peking mit harter Hand. Eine Entwicklung wie in jenen zentralasiatischen Staaten, die mit der Implosion der Sowjetunion ihre Unabhängigkeit erlangten, scheint im Falle Sinkiangs ausgeschlossen. Das bedauern vor allem jene Uiguren, die zum Teil schon seit längerem in Kasachstan leben und von einem freien und unabhängigen Land träumen.

Von VINCENT FOURNIAU *

Im Winter 1996 und im Frühling 1997 war Sinkiang erneut, wie schon seit einigen Jahren, Schauplatz mörderischer Anschläge. Die Explosionen forderten zahlreiche Opfer, aber niemand bekannte sich dazu1. Gleichwohl waren sie ein unübersehbares Anzeichen für Unruhe und Protest, auf die Chinas Machthaber mit einer Welle von Verhaftungen2 reagierten.

Woher kommt die Unzufriedenheit in Sinkiang? Zeigt sich hier ein Phänomen, das sich auf die gesamte Region erstreckt, die recht vage als "Zentralasien" bezeichnet wird? Oder werden diese Ereignisse überbewertet, wie so oft, wenn es sich um die Volksrepublik China handelt?

Sinkiang, auch bekannt unter dem Namen Chinesisch-Turkestan, ist sowohl China als auch Zentralasien, denn die Region gehört zu beidem (siehe Karte). Doch heute bedeutet Sinkiang weitgehend China in Zentralasien.

In vieler Hinsicht ist China eine Welt der Dauer und Beständigkeit, Zentralasien hingegen eine Region der Brüche und der politischen Unsicherheit. Zudem hatte es nie einen eigenen Staat, durch den seine Grenzen nach außen bestimmt waren, und geriet oft in den Einflußbereich größerer Mächte. Seit es 1757-1759 von den Mandschu-Kaisern erobert wurde, gehört Sinkiang zu China. Doch waren in dem Zeitraum zwischen dieser Epoche und 1949 (Gründung der Volksrepublik) die Verbindungen zu Peking so locker, daß Sinkiang sich mehrmals in einer quasi unabhängigen Situation befand. Heftige Revolten markierten regelmäßig die Beziehung der Provinz zur Zentralmacht.

Doch seit 1949 ist Sinkiang fest an China gebunden, und seit den sechziger Jahren hat Peking dort die Ansiedlung von Han-Chinesen gefördert. In der Folge stieg der Han-Anteil an der Gesamtbevölkerung in der Region von 10 Prozent im Jahr 1955 auf schätzungsweise 40 bis 50 Prozent im Jahr 1994, bei einer Einwohnerzahl von insgesamt 16 Millionen. Für China geht es darum - so der bildliche Ausdruck - "Sand hinzuzufügen", anders gesagt, "den Zement zu verdicken"3. Zum ersten Mal wird in Sinkiang die Präsenz des Staates von einer tiefgreifenden Sinisierung begleitet, obwohl doch das chinesische Reich während seiner langen Herrschaft schon in drei verschiedenen historischen Epochen territoriale Vorstöße in das Tarimbecken4 unternommen hatte. Während die staatliche Präsenz Chinas (im 2. Jahrhundert v. Ch., dann im 8. Jahrhundert unter der Tang-Dynastie und kontinuierlich seit 1757) lediglich Spuren in Sinkiang hinterließ, haben die letzten fünfundzwanzig Jahre die Situation von Grund auf verändert.

Diese Region, die größte der Volksrepublik China (ein Sechstel ihres Territoriums), ist vor allem das Land einer nationalen Minorität, der Uiguren (7 Millionen 1994), die überwiegend im Tarimbecken ansässig sind. Die andere große Gruppe (außer den Han-Chinesen) sind die Kasachen (1 Million). Sie leben auf den grasbewachsenen Berghängen der Dsungarei nördlich der Hauptstadt Urumtschi, zusammen mit Kirgisen, Tadschiken, Hui, Sibo usw. Diese Gemeinschaften stellen einige der offiziell anerkannten 55 nationalen Minderheiten (minzu) in der Volksrepublik, für die autonome Verwaltungsstrukturen unterschiedlichen Grades geschaffen wurden. Die höchste Stufe ist die "autonome Region". Seit 1955 ist Sinkiang eine der fünf "autonomen Regionen" (zizhiqu) des Landes. Dieser Status berechtigt zu einem eingeschränkten Gebrauch von Nicht-Han-Sprachen - darunter an erster Stelle des Uigurischen - in Schule, Presse und Verlagswesen.

Trotz seines besonderen Status verfügt Sinkiang natürlich über keinerlei politische Autonomie. Dennoch hat China in den fünfziger Jahren, als das "sozialistische Lager" noch von ewiger Dauer zu sein schien, eine Verknüpfung zwischen ethnisch-kultureller Identität und Territorium hergestellt. Wenn auch ohne jede reale Bedeutung, entspricht diese Verknüpfung gleichwohl einer hartnäckigen Bestrebung der nationalen Bewegungen in aller Welt seit dem 19. Jahrhundert und bleibt auch heute noch für viele von ihnen ein angestrebtes Ziel.

Die Existenz von 15 Republiken im Rahmen der russischen Föderation hat eine friedliche Implosion des Systems ermöglicht. Vor den Toren des postsowjetischen Raums gelegen, wird Sinkiang von Republiken begrenzt, die inzwischen tatsächlich unabhängig sind: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, ebenso wie die Mongolei im Nordosten, der ehemalige Satellitenstaat der UdSSR. Allerdings kann die ehemalige Sowjetunion der nationalen uigurischen Bewegung nicht direkt als Vorbild dienen, denn China ist keine Föderation. Es versteht sich vielmehr als einheitliche, multinationale sozialistische Republik.

In Sinkiang treten gewissermaßen die allgemeinen Charakteristika der Regionen besonders hervor, die in China von nationalen Minderheiten bevölkert werden. Diese Territorien machen 86 Prozent der strategischen Grenzgebiete aus, verfügen über reiche natürliche Ressourcen, die für die Wirtschaft des Landes erforderlich sind, liegen jedoch mit ihren Einkommen unter dem nationalen Durchschnitt und leiden so unter erheblicher ökonomischer Benachteiligung. Insgesamt lag in China das nationale Pro-Kopf-Einkommen in den ländlichen Gebieten 1994 bei 1220 Yuan. In Sinkiang lag es bei 935 und in Tibet bei 555 Yuan. 44 Prozent der armen Bevölkerung Chinas gehören nationalen Minderheiten an.

Die Wüste Takla Makan dient als unterirdisches nukleares Versuchszentrum. Hier liegen aber auch riesige Erdölvorkommen, die bereits ausgebeutet werden und in Zukunft die wichtigsten Erdölfelder in der Mandschurei und in Shan-dong ersetzen könnten, wenn diese erschöpft sind. Schließlich ist Sinkiang neben Tibet die Region, die am weitesten von den neuen Wirtschaftszonen der Küstenprovinzen entfernt ist, und unterliegt einer doppelten Akkulturation: durch Modernisierung und durch Anpassung an die chinesische Kultur.

Die Existenz großer Minderheiten an der Peripherie des chinesischen Raums, vom Nordosten bis in den Südwesten, erweckt den Anschein einer von oben bestimmten Verteilung. Doch tatsächlich hat jede ihre eigene historische Beziehung zu China. Unter den großen nationalen Minderheiten unterscheiden sich die Uiguren am meisten von den Chinesen. Sie haben China (im Gegensatz zu den Mongolen und den Mandschu) keine einzige Dynastie gestellt, sie teilen mit der chinesischen Kultur weder die Sprache, die Religion, die Architektur noch die Ernährungsgewohnheiten (bei ihnen nehmen Milchprodukte einen großen Raum ein). Vor allem aber hat sich die uigurische Identität in ihren heute vorherrschenden Zügen völlig unabhängig vom chinesischen Reich herausgebildet, das politisch zwischen dem 8. und dem 18. Jahrhundert in diesem Teil Zentralasiens nicht präsent war.

Die heutige Identität der Uiguren ist durch den Islam bestimmt sowie durch die Tatsache, daß sie eine Turksprache sprechen. Religion und Zugehörigkeit zu den Turkvölkern sind also die identitätsstiftenden Momente. Der Islam kam aus dem Westen über Transoxanien5, das zu Beginn des 8. Jahrhunderts in das erste arabische Kalifat eingegliedert wurde. Die späteren Migrationen verschiedener Turkvölker dagegen erfolgten aus dem Norden (aus Sibirien und der Mongolei).

Unter den größten islamischen Turkvölkern Zentralasiens liefern die Uiguren das extremste Beispiel von Identitätsbildung oder ausgesprochener Besonderheit. Ungeachtet dessen, daß Sinkiang eine multiethnische Region ist und andere Gruppen hier ebenso heimisch sind, unterliegt die uigurische Identität verschiedenen Arten von innerer Spannung.

Das Ethnonym (der ethnische Name) "Uigur" wurde, nachdem er mehrere Jahrhunderte verschwunden war, in den zwanziger Jahren wieder eingeführt. Es heißt gewöhnlich, Sinkiangs Oasen seien türkisches Expansionsgebiet gewesen. In Wirklichkeit wurden sie durch zwei mittelalterliche Reiche unterschiedlicher Religion türkisiert6, von denen das eine muslimisch und das andere manichäisch und buddhistisch war. Den Namen "Uigur" trug der manichäisch-buddhistische Staat. Er wurde durch das Vorrücken des Islam verdrängt. Die türkisch-islamische Identität entwickelte sich so in ganz Sinkiang und führte im 15. Jahrhundert zum Verschwinden des Buddhismus und der politisch-kulturellen uigurischen Identität, die als Erbe des verschwundenen buddhistischen Reiches fortlebte. Allerdings wurde der Name Uigur durch keine andere föderative Bezeichnung ersetzt und verschwand bis zu seinem Wiederaufleben zu Beginn dieses Jahrhunderts.

Auf einem Kongreß politischer Aktivisten aus den muslimischen und turksprachigen Regionen in Taschkent (Usbekistan) im Jahr 1921 wurde vorgeschlagen, als Bezeichnung für die seßhaften islamisch-türkischen Bevölkerungsgruppen im Tarimbecken wieder den Namen "Uigur" zu verwenden, zur Verdeutlichung ihrer Identität, die sich seit dem Mittelalter im Zusammenhang mit Mikro-Regionalismus und einem sehr weit gefaßten Zugehörigkeitsgefühl zum Islam und zu den Turkvölkern herausgebildet hatte.

In Sinkiang verbreitete sich diese Bezeichnung rasch, zumal sie in den dreißiger Jahren von dem prosowjetischen Gouverneur Scheng Schisai aufgegriffen wurde. Offiziell wurde sie erstmalig bei der Schätzung der Zahl der Minoritätenangehörigen verwandt. 1949 wurde diese Bezeichnung von der Volksrepublik China bereitwillig akzeptiert, da solche Begriffe für die Einführung der neuen Minoritätenpolitik nützlich schienen.

Bleibt die Frage, wie stark angesichts dieser Umstände die uigurische Identität verankert ist und ob der Islam dabei als stabilisierender Faktor wirkt. Allgemeiner gesagt: welche Aspekte der Geschichte Sinkiangs - der territorialen, ethnisch-kulturellen, religiösen usw. Identität - wollen die Befürworter der Unabhängigkeit7 (deren Zahl sehr schwer abzuschätzen ist) in den Vordergrund stellen? Diese Fragen stellen sich um so mehr, als in dieser Region zur Zeit der Eroberung durch die Mandschu im 18. Jahrhundert kein Staat existierte.

Der islamische Faktor
ES ist klar, daß sich die Uiguren zur Unterscheidung von ihren Nachbarn, den muslimischen Turkvölkern in den 1991 entstandenen ehemals sowjetischen Republiken, in einem föderalistischen Gebilde zusammenfinden müssen. Der Zerfall der UdSSR hat die Unterschiede zwischen all diesen Republiken sichtbar gemacht, wie auch ihre Absicht, eine eigenständige Politik zu verfolgen. Daß aufgrund der gemeinsamen Religion und der sprachlichen Verwandtschaft ein Band der Solidarität entsteht, ist nicht selbstverständlich. Selbst die Türkei, die bei ihren Bemühungen, auf die zentralasiatischen Märkte vorzudringen, dieses Band am lautesten beschwört, verfährt langfristig nach anderen Maximen. So ist ihr Hauptgesprächspartner in der Region unbestreitbar Rußland, auf politischer wie auch auf wirtschaftlicher Ebene.

Wie fast überall in der muslimischen Welt stellt sich die Frage nach der politischen Bedeutung des Islam. Tatsächlich erlebt Sinkiang einen Aufschwung politisch gefärbter Religiosität. Sogenannte wahhabitische Gruppen treten immer häufiger auf, ebenso wie Prediger aus anderen muslimischen Ländern wie Saudi-Arabien oder Pakistan; auch ein Wiederaufleben der Sufi-Bruderschaften läßt sich beobachten.

Allerdings nehmen die Uiguren im chinesischen Islam eine Sonderstellung ein und sind zahlenmäßig nicht einmal die stärkste muslimische Gruppe. Man schätzt die Zahl der auf mehrere Nationalitäten verteilten Muslime in China auf 20 Millionen. Die Hui, chinesische Muslime, sind in allen Regionen vertreten, mit einer gewissen Konzentration in Zentralchina. Sie bilden die wichtigste nationale Minderheit unter den muslimischen Völkern, noch vor den Uiguren. Mit Ausnahme von Sinkiang, wo sie 1990 lediglich auf einen Anteil von 0,8 Prozent an einer Gesamtbevölkerung von damals 13 Millionen Einwohnern kamen, sind die Hui die tragenden Kräfte des Islam in der chinesischen Gesellschaft.

Unabhängig von den Verzerrungen, die jede Berufung auf ein Erbe mit sich bringt, erfüllt also die uigurische Identität offenbar jene einigende Funktion, die die Nationalisten von ihr erwarten. Ihr Ziel bleibt die "Selbstbestimmung", sagt Erkin Alptekin, ein uigurischer Nationalist, der als Flüchtling in der Türkei lebt. Und er fügt hinzu: "Die Uiguren wollen über ihr Schicksal entscheiden können. Wir haben vor der Eroberung durch die Mandschu einen eigenen souveränen Staat gehabt, und wir möchten ihn wiedererstehen sehen. Das könnte im Rahmen einer Föderation geschehen. Ich glaube nicht, daß die Uiguren eine derartige Lösung gänzlich ablehnen würden. Im Augenblick fürchten sie vor allem den Verlust ihrer Identität. Um die Chancen für eine friedliche Regelung zu erhalten, muß die chinesische Regierung dringend Gespräche über das Schicksal meines Volkes aufnehmen."8

Der Anteil der Uiguren an der chinesischen Geschichte ist gering, die Han- Präsenz in Sinkiang hingegen sehr ausgeprägt. Dieses Ungleichgewicht führt bei den Uiguren zwangsläufig zur Entwicklung eines starken nationalen Ressentiments. Wird sich die chinesische Politik des "Sand hinzufügens" schließlich zu einer Düne auswachsen, die nach und nach die Uiguren überrollen und verschlucken wird? Oder wird sich eine nationale Bewegung der Uiguren erfolgreich gegen ein solches Phänomen zur Wehr setzen? Das ist, langfristig gesehen, der Hintergrund der Spannungen, die seit einiger Zeit Sinkiang erschüttern.

dt. Sigrid Vagt

1 Laut Erkin Alptekin, dem Präsidenten der Organisation nicht repräsentierter Nationen und Völker, "hat sich niemand zu den Bombenattentaten bekannt, die seit 1992 in verschiedenen Orten Ost-Turkestans verübt worden sind. Doch die Chinesen hängen sie regelmäßig den Uiguren an." Vgl. das Interview mit Alptekin, einem während des kalten Krieges in die Türkei geflüchteten Uiguren und ehemaligen Journalisten von Radio Liberty, in der Zeitschrift Politique Internationale, Nr. 75, Frühjahr 1997.

2 Es ist von zigtausend Verhaftungen die Rede.

3 Nicolas Becquelin, "Tensions interethniques et pauvrete endemique, Perspectives chinoises, Nr. 39, Paris 1997.

4 Der Tarim, Sinkiangs bedeutendster Fluß, kommt aus dem Tien-schan und durchfließt in östlicher Richtung die große Wüste Takla Makan im Zentrum von Sinkiang.

5 Mit dieser Bezeichnung ist in etwa das Gebiet der ehemaligen Sowjetrepubliken Usbekistan und Tadschikistan gemeint.

6 In der Antike und im Hochmittelalter sprach die Bevölkerung in Sinkiang indoeuropäische Sprachen (herrschende Religion war der Buddhismus).

7 Die Uiguren verfügen nicht über solche Verstärker, wie sie die Propagierung des lamaistischen Buddhismus den Tibetern im Westen verschafft, wo der Dalai Lama eine bekannte Persönlichkeit ist. Dafür können sie jedoch mit der islamischen Solidarität rechnen, was ihre Bewegung in eine ganz andere geopolitische Dynamik hineinziehen kann.

8 Vgl. Politique Internationale, Nr. 75, 1997.

* Dozent an der Ecole des hautes etudes en science sociales (Hochschule für Sozialwissenschaften).

Le Monde diplomatique Nr. 5329 vom 12.09.1997 Seite 14-15 Le Monde diplomatique 395 Zeilen
Dokumentation VINCENT FOURNIAU

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http://www.uygur.org/de/wunn97/091297ad.htm din elindi

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04-07-07, 15:18
1 Laut Erkin Alptekin, dem Präsidenten der Organisation nicht repräsentierter Nationen und Völker, "hat sich niemand zu den Bombenattentaten bekannt, die seit 1992 in verschiedenen Orten Ost-Turkestans verübt worden sind. Doch die Chinesen hängen sie regelmäßig den Uiguren an." Vgl. das Interview mit Alptekin, einem während des kalten Krieges in die Türkei geflüchteten Uiguren und ehemaligen Journalisten von Radio Liberty, in der Zeitschrift Politique Internationale, Nr. 75, Frühjahr 1997.

2 Es ist von zigtausend Verhaftungen die Rede.

3 Nicolas Becquelin, "Tensions interethniques et pauvrete endemique, Perspectives chinoises, Nr. 39, Paris 1997.

4 Der Tarim, Sinkiangs bedeutendster Fluß, kommt aus dem Tien-schan und durchfließt in östlicher Richtung die große Wüste Takla Makan im Zentrum von Sinkiang.

5 Mit dieser Bezeichnung ist in etwa das Gebiet der ehemaligen Sowjetrepubliken Usbekistan und Tadschikistan gemeint.

6 In der Antike und im Hochmittelalter sprach die Bevölkerung in Sinkiang indoeuropäische Sprachen (herrschende Religion war der Buddhismus).

7 Die Uiguren verfügen nicht über solche Verstärker, wie sie die Propagierung des lamaistischen Buddhismus den Tibetern im Westen verschafft, wo der Dalai Lama eine bekannte Persönlichkeit ist. Dafür können sie jedoch mit der islamischen Solidarität rechnen, was ihre Bewegung in eine ganz andere geopolitische Dynamik hineinziehen kann.

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04-07-07, 15:37
CHINA DOES NOT DISMISS THE MINORITIES INTO INDEPENDENCE The Uiguren of Sinkiang is to become Chinese ------------------------------------------------------------------------------- EAST TURKESTAN the region Sinkiang which was because of of China western edge was called once. The enormous area, which consists partially of desert, is for some years scene of arguments between the uigurischen population and the Chinese Staatsmacht. To explosive notices and assassination attempts Peking answers with hard hand. A development as in those centralasiatic states, which attained their independence with the implosion of the Soviet Union, seems impossible in case of Sinkiangs. Regrets above all that Uiguren, which partially already lives since longer in Kazakhstan and about a free and independent country dream. Of VINCENT FOURNIAU * In the winter 1996 and in spring 1997 Sinkiang was again, like already since some years, scene of mörderischer notices. The explosions demanded numerous victims, but nobody admitted itself of dazu1. Nevertheless they were an indeterminable sign for unrest and protest, to which of China reacted ruling powers with a wave of Verhaftungen2. From where does the discontent come into Sinkiang? Does a phenomenon, which extends to the entire region, show up here, which is designated quite vaguely than “central Asia”? Or are these events overestimated, how so often, if it concerns the People's Republic of China? Sinkiang, also admits Chinese Turkestan under the name, is both China and central Asia, because the region belongs to both (see map). But today Sinkiang means China in central Asia to a large extent. In many respects China is a world of the duration and stability, central Asia however a region of the breaks and the political uncertainty. Besides it had never its own state, by which its borders were outward certain, and often turned out into the sphere of influence of larger powers. Since it was conquered 1757-1759 by the Mandschu emperors, Sinkiang belongs to China. But the connections to Peking were so loose in the period between this epoch and 1949 (establishment of the People's Republic) that Sinkiang was several times in a quasi independent situation. Violent revolts marked regularly the relationship of the province with central power. But since 1949 are Sinkiang firmly bound at China, and for the sixties Peking promoted the settlement of Han Chinese there. In the consequence the Han portion of the total population in the region of 10 per cent rose in the year 1955 to roughly 40 to 50 per cent in the year 1994, with a number of inhabitants of altogether 16 million. For China it goes adding therefore - so the figurative expression - “sand”, differently said, thickening “the cement " 3. For the first time in Sinkiang the operational readiness level of the state is accompanied by a profound Sinisierung, although the Chinese realm had nevertheless undertaken territorial raids during its long rule already in three different historical epochs into the Tarimbecken4. While the national operational readiness level of China (in 2. Century v. CH., then in 8. Century under the seaweed dynasty and continuously since 1757) only traces in Sinkiang left, the last twenty five years the situation of reason on changed. This region, the largest of the People's Republic of China (a Sechstel of its territory), is above all the country of a national minority, the Uiguren (7 million 1994), which resides predominantly in the Tarimbecken. The other large group (except the Han Chinese) are the Kasachen (1 million). They live on the grass-covered mountain-slopes of the Dsungarei north the capital Urumtschi, together with Kirgisen, Tadschiken, Hui, Sibo etc. these communities place some the officially recognized 55 national minorities (minzu) in the People's Republic, for which autonomous administrative structures of different degree were created. The highest stage is the “autonomous region”. Since 1955 Sinkiang is one of the five “autonomous regions” (zizhiqu) of the country. This status entitled to a reduced use of not Han languages - under it in the first place Uiguri - in school, press and publishing trade. Despite its special status Sinkiang has naturally no political autonomy. Nevertheless China manufactured a linkage between ethnical-cultural identity and territory in the fifties, when the “socialist camp” seemed to be still from eternal duration to. Although without each material meaning, this linkage corresponds nevertheless to a persistent effort of the national movements in all world since that 19. Century and remains also today still for many of them an objective. The existence of 15 republics in the context of the Russian federation made a peaceful implosion possible of the system. Before the gates of the post office-Soviet area convenient, becomes Sinkiang of Republiken begrenzt, die inzwischen tatsächlich unabhängig sind: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, ebenso wie die Mongolei im Nordosten, der ehemalige Satellitenstaat der UdSSR. Allerdings kann die ehemalige Sowjetunion der nationalen uigurischen Bewegung nicht direkt als Vorbild dienen, denn China ist keine Föderation. Es versteht sich vielmehr als einheitliche, multinationale sozialistische Republik. In Sinkiang treten gewissermaßen die allgemeinen Charakteristika der Regionen besonders hervor, die in China von nationalen Minderheiten bevölkert werden. Diese Territorien machen 86 Prozent der strategischen Grenzgebiete aus, verfügen über reiche natürliche Ressourcen, die für die Wirtschaft des Landes erforderlich sind, liegen jedoch mit ihren Einkommen unter dem nationalen Durchschnitt und leiden so unter erheblicher ökonomischer Benachteiligung. Insgesamt lag in China das nationale Pro-Kopf-Einkommen in den ländlichen Gebieten 1994 bei 1220 Yuan. In Sinkiang lag es bei 935 und in Tibet bei 555 Yuan. 44 Prozent der armen Bevölkerung Chinas gehören nationalen Minderheiten an. Die Wüste Takla Makan dient als unterirdisches nukleares Versuchszentrum. Hier liegen aber auch riesige Erdölvorkommen, die bereits ausgebeutet werden und in Zukunft die wichtigsten Erdölfelder in der Mandschurei und in Shan-dong ersetzen könnten, wenn diese erschöpft sind. Schließlich ist Sinkiang neben Tibet die Region, die am weitesten von den neuen Wirtschaftszonen der Küstenprovinzen entfernt ist, und unterliegt einer doppelten Akkulturation: durch Modernisierung und durch Anpassung an die chinesische Kultur. Die Existenz großer Minderheiten an der Peripherie des chinesischen Raums, vom Nordosten bis in den Südwesten, erweckt den Anschein einer von oben bestimmten Verteilung. Doch tatsächlich hat jede ihre eigene historische Beziehung zu China. Unter den großen nationalen Minderheiten unterscheiden sich die Uiguren am meisten von den Chinesen. Sie haben China (im Gegensatz zu den Mongolen und den Mandschu) keine einzige Dynastie gestellt, sie teilen mit der chinesischen Kultur weder die Sprache, die Religion, die Architektur noch die Ernährungsgewohnheiten (bei ihnen nehmen Milchprodukte einen großen Raum ein). Vor allem aber hat sich die uigurische Identität in ihren heute vorherrschenden Zügen völlig unabhängig vom chinesischen Reich herausgebildet, das politisch zwischen dem 8. und dem 18. Jahrhundert in diesem Teil Zentralasiens nicht präsent war. Die heutige Identität der Uiguren ist durch den Islam bestimmt sowie durch die Tatsache, daß sie eine Turksprache sprechen. Religion und Zugehörigkeit zu den Turkvölkern sind also die identitätsstiftenden Momente. Der Islam kam aus dem Westen über Transoxanien5, das zu Beginn des 8. Jahrhunderts in das erste arabische Kalifat eingegliedert wurde. Die späteren Migrationen verschiedener Turkvölker dagegen erfolgten aus dem Norden (aus Sibirien und der Mongolei). Unter den größten islamischen Turkvölkern Zentralasiens liefern die Uiguren das extremste Beispiel von Identitätsbildung oder ausgesprochener Besonderheit. Ungeachtet dessen, daß Sinkiang eine multiethnische Region ist und andere Gruppen hier ebenso heimisch sind, unterliegt die uigurische Identität verschiedenen Arten von innerer Spannung. Das Ethnonym (der ethnische Name) "Uigur" wurde, nachdem er mehrere Jahrhunderte verschwunden war, in den zwanziger Jahren wieder eingeführt. Es heißt gewöhnlich, Sinkiangs Oasen seien türkisches Expansionsgebiet gewesen. In Wirklichkeit wurden sie durch zwei mittelalterliche Reiche unterschiedlicher Religion türkisiert6, von denen das eine muslimisch und das andere manichäisch und buddhistisch war. Den Namen "Uigur" trug der manichäisch-buddhistische Staat. Er wurde durch das Vorrücken des Islam verdrängt. Die türkisch-islamische Identität entwickelte sich so in ganz Sinkiang und führte im 15. Jahrhundert zum Verschwinden des Buddhismus und der politisch-kulturellen uigurischen Identität, die als Erbe des verschwundenen buddhistischen Reiches fortlebte. Allerdings wurde der Name Uigur durch keine andere föderative Bezeichnung ersetzt und verschwand bis zu seinem Wiederaufleben zu Beginn dieses Jahrhunderts. Auf einem Kongreß politischer Aktivisten aus den muslimischen und turksprachigen Regionen in Taschkent (Usbekistan) im Jahr 1921 wurde vorgeschlagen, als Bezeichnung für die seßhaften islamisch-türkischen Bevölkerungsgruppen im Tarimbecken wieder den Namen "Uigur" zu verwenden, zur Verdeutlichung ihrer Identität, die sich seit dem Mittelalter im Zusammenhang mit Mikro-Regionalismus und einem sehr weit gefaßten Zugehörigkeitsgefühl zum Islam und zu den Turkvölkern herausgebildet hatte. In Sinkiang verbreitete sich diese Bezeichnung rasch, zumal sie in den dreißiger Jahren von dem prosowjetischen Gouverneur Scheng Schisai aufgegriffen wurde. Offiziell wurde sie erstmalig bei der Schätzung der Zahl der Minoritätenangehörigen verwandt. 1949 wurde diese Bezeichnung von der Volksrepublik China bereitwillig akzeptiert, da solche Begriffe für die Einführung der neuen Minoritätenpolitik nützlich schienen. Bleibt die Frage, wie stark angesichts dieser Umstände die uigurische Identität verankert ist und ob der Islam dabei als stabilisierender Faktor wirkt. Allgemeiner gesagt: welche Aspekte der Geschichte Sinkiangs - der territorialen, ethnisch-kulturellen, religiösen usw. Identität - wollen die Befürworter der Unabhängigkeit7 (deren Zahl sehr schwer abzuschätzen ist) in den Vordergrund stellen? Diese Fragen stellen sich um so mehr, als in dieser Region zur Zeit der Eroberung durch die Mandschu im 18. Jahrhundert kein Staat existierte. Der islamische Faktor ES ist klar, daß sich die Uiguren zur Unterscheidung von ihren Nachbarn, den muslimischen Turkvölkern in den 1991 entstandenen ehemals sowjetischen Republiken, in einem föderalistischen Gebilde zusammenfinden müssen. Der Zerfall der UdSSR hat die Unterschiede zwischen all diesen Republiken sichtbar gemacht, wie auch ihre Absicht, eine eigenständige Politik zu verfolgen. Daß aufgrund der gemeinsamen Religion und der sprachlichen Verwandtschaft ein Band der Solidarität entsteht, ist nicht selbstverständlich. Selbst die Türkei, die bei ihren Bemühungen, auf die zentralasiatischen Märkte vorzudringen, dieses Band am lautesten beschwört, verfährt langfristig nach anderen Maximen. So ist ihr Hauptgesprächspartner in der Region unbestreitbar Rußland, auf politischer wie auch auf wirtschaftlicher Ebene. Wie fast überall in der muslimischen Welt stellt sich die Frage nach der politischen Bedeutung des Islam. Tatsächlich erlebt Sinkiang einen Aufschwung politisch gefärbter Religiosität. Sogenannte wahhabitische Gruppen treten immer häufiger auf, ebenso wie Prediger aus anderen muslimischen Ländern wie Saudi-Arabien oder Pakistan; auch ein Wiederaufleben der Sufi-Bruderschaften läßt sich beobachten. Allerdings nehmen die Uiguren im chinesischen Islam eine Sonderstellung ein und sind zahlenmäßig nicht einmal die stärkste muslimische Gruppe. Man schätzt die Zahl der auf mehrere Nationalitäten verteilten Muslime in China auf 20 Millionen. Die Hui, chinesische Muslime, sind in allen Regionen vertreten, mit einer gewissen Konzentration in Zentralchina. Sie bilden die wichtigste nationale Minderheit unter den muslimischen Völkern, noch vor den Uiguren. Mit Ausnahme von Sinkiang, wo sie 1990 lediglich auf einen Anteil von 0,8 Prozent an einer Gesamtbevölkerung von damals 13 Millionen Einwohnern kamen, sind die Hui die tragenden Kräfte des Islam in der chinesischen Gesellschaft. Unabhängig von den Verzerrungen, die jede Berufung auf ein Erbe mit sich bringt, erfüllt also die uigurische Identität offenbar jene einigende Funktion, die die Nationalisten von ihr erwarten. Ihr Ziel bleibt die "Selbstbestimmung", sagt Erkin Alptekin, ein uigurischer Nationalist, der als Flüchtling in der Türkei lebt. Und er fügt hinzu: "Die Uiguren wollen über ihr Schicksal entscheiden können. Wir haben vor der Eroberung durch die Mandschu einen eigenen souveränen Staat gehabt, und wir möchten ihn wiedererstehen sehen. Das könnte im Rahmen einer Föderation geschehen. Ich glaube nicht, daß die Uiguren eine derartige Lösung gänzlich ablehnen würden. Im Augenblick fürchten sie vor allem den Verlust ihrer Identität. Um die Chancen für eine friedliche Regelung zu erhalten, muß die chinesische Regierung dringend Gespräche über das Schicksal meines Volkes aufnehmen."8 Der Anteil der Uiguren an der chinesischen Geschichte ist gering, die Han- Präsenz in Sinkiang hingegen sehr ausgeprägt. Dieses Ungleichgewicht führt bei den Uiguren zwangsläufig zur Entwicklung eines starken nationalen Ressentiments. Wird sich die chinesische Politik des "Sand hinzufügens" schließlich zu einer Düne auswachsen, die nach und nach die Uiguren überrollen und verschlucken wird? Oder wird sich eine nationale Bewegung der Uiguren erfolgreich gegen ein solches Phänomen zur Wehr setzen? Das ist, langfristig gesehen, der Hintergrund der Spannungen, die seit einiger Zeit Sinkiang erschüttern. dt. Sigrid Vagt 1 Laut Erkin Alptekin, dem Präsidenten der Organisation nicht repräsentierter Nationen und Völker, "hat sich niemand zu den Bombenattentaten bekannt, die seit 1992 in verschiedenen Orten Ost-Turkestans verübt worden sind. Doch die Chinesen hängen sie regelmäßig den Uiguren an." Vgl. das Interview mit Alptekin, einem während des kalten Krieges in die Türkei geflüchteten Uiguren und ehemaligen Journalisten von Radio Liberty, in der Zeitschrift Politique Internationale, Nr. 75, Frühjahr 1997. 2 Es ist von zigtausend Verhaftungen die Rede. 3 Nicolas Becquelin, "Tensions interethniques et pauvrete endemique, Perspectives chinoises, Nr. 39, Paris 1997. 4 Der Tarim, Sinkiangs bedeutendster Fluß, kommt aus dem Tien-schan und durchfließt in östlicher Richtung die große Wüste Takla Makan im Zentrum von Sinkiang. 5 Mit dieser Bezeichnung ist in etwa das Gebiet der ehemaligen Sowjetrepubliken Usbekistan und Tadschikistan gemeint. 6 In der Antike und im Hochmittelalter sprach die Bevölkerung in Sinkiang indoeuropäische Sprachen (herrschende Religion war der Buddhismus). 7 Die Uiguren verfügen nicht über solche Verstärker, wie sie die Propagierung des lamaistischen Buddhismus den Tibetern im Westen verschafft, wo der Dalai Lama eine bekannte Persönlichkeit ist. Dafür können sie jedoch mit der islamischen Solidarität rechnen, was ihre Bewegung in eine ganz andere geopolitische Dynamik hineinziehen kann. 8 Vgl. Politique Internationale, Nr. 75, 1997. * Dozent an der Ecole des hautes etudes en science sociales (Hochschule für Sozialwissenschaften). Le Monde diplomatique Nr. 5329 vom 12.09.1997 Seite 14-15 Le Monde diplomatique 395 Zeilen Dokumentation VINCENT FOURNIAU -------------------------------------------------------------------------------- http://www.uygur.org/de/wunn97/091297ad.htm din elindi

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04-07-07, 15:43
КИТАЙ не увольнять меньшинств в независимост ¸ Uiguren СиньÑ*зян - стать китайским ---------------------------------------- ----- ВОСТОЧНЫЙ TURKESTAN региона СиньÑ*зян который из-за Китая западного края открывается сразу. Обширный район, который состоит частично из пустыни, на протяжении нескольких лет является ареной аргументы uigurischen населения и китайской Staatsmacht. Для взрывных уведомлений и покушений Пекинский ответы с жесткой стороны. , Как в те centralasiatic государств, которые обрели свою независимост Œ с развалом Советского Союза, Ð¿Ñ€ÐµÐ´ÑÑ‚Ð°Ð²Ð»ÑÐµÑ ÑÑ невозможным в случае Sinkiangs. Выражает сожаление по поводу того, что прежде всего Uiguren, , которое частично уже живет дольше, поскольку в Казахстане и о свободной и независимой страны мечты. Из VINCENT FOURNIAU * Ð’ зиму 1996 года и весной 1997 года СиньÑ*зян вновь, бы, поскольку уже несколько лет, место mörderischer уведомлений. Взрывы потребовал многочисленн ‹Ðµ жертвы, но никто не признал себя dazu1. Тем не менее они indeterminable знак протеста и беспорядков, , к которому Китая отреагироваРи властей с волной Verhaftungen2. Откуда же недовольство вступил в СиньÑ*зян? Ли явление, которое Ñ€Ð°ÑÐ¿Ñ€Ð¾ÑÑ‚Ñ€Ð°Ð½Ñ ÐµÑ‚ся на весь регион, показать здесь, назначенный довольно туманно, чем "Центральной Азии"? Или эти события переоÑ*енить, так как часто, если это касается Китайской Народной Ð*еспублики? СиньÑ*зян, также признает китайского Туркестана под названием, является Китая и Центральной Азии, , поскольку регион относится к обеим (см. карту). Но сегодня средства СиньÑ*зян Китая в Центральной Азии в значительной степени. Во многих отношениях Китай мире продолжитель ность и стабильность , Центральной Азии, однако региона перерывов и политической неопределенн ¾ÑÑ‚и. Кроме того он никогда своего собственного государства, в котором его граниÑ* вывоза Ð¾Ð¿Ñ€ÐµÐ´ÐµÐ»ÐµÐ½Ð½Ñ‹Ñ , и часто выяснилось, в сферу влияния крупных полномочий. Поскольку он был завоеван в 1757-1759 Mandschu императоры, СиньÑ*зян принадлежит Китаю. Но связей с Пекином были настолько свободно в период нашей эпохи, и 1949 года (создание Народной Ð*еспублика), что СиньÑ*зян был несколько раз в почти независимое положение. ОжесточенныРсопротивлени я отмечен регулярно отношений провинÑ*ии с Ñ*ентральной властью. Но с 1949 года СиньÑ*зян, прочно связанных в Китай, и 60-е Пекинский содействовал ¸ разрешению китайÑ*Ñ‹ там. Ð’ результате доля китайÑ*ев в общей численности населения в регионе на 10 проÑ*ентов вырос в 1955 год примерно на 40-50 проÑ*ентов в 1994 году, с численностью населения всего 16 миллионов. Для Китая он выходит добавив поэтому столь образные выражение - "песок", иначе, говорит, утолщение "Ñ*емента" 3. Ð’ первый раз в СиньÑ*зян оперативной готовности уровне государства сопровождает ся на глубокое Sinisierung, хотя китайская сфере, тем не менее, в ходе рейдов по территории давно, уже в трех разных Ð¸ÑÑ‚Ð¾Ñ€Ð¸Ñ‡ÐµÑÐºÐ¸Ñ ÑÐ¿Ð¾Ñ… в Tarimbecken4. Хотя наÑ*иональног ¾ уровня оперативной готовности Китая (в 2. века против CH. , Затем в 8. века под водоросли династии и непрерывно с 1757) только следы в СиньÑ*зян слева, За последние двадÑ*ать пять лет положение по причине изменилась. Ð*тот регион, крупнейшей Китайской Народной Ð*еспублики (Sechstel своей территории), - это, прежде всего стране наÑ*иональног ¾ меньшинства, Uiguren (7 млн. 1994), , который находится преимуществРнно в Tarimbecken. Другую крупную группу (за исключением китайÑ*ев) - это Kasachen (1 млн.). они жить на траве, покрытой горных склонах Dsungarei севере столиÑ*Ñ‹ Urumtschi вместе с Kirgisen, Tadschiken, хуэй, Сибо Ñ‚.д. этих общин происходит примерно 55 офиÑ*иально признанных наÑ*Ð¸Ð¾Ð½Ð°Ð»ÑŒÐ½Ñ‹Ñ Ð¼ÐµÐ½ÑŒÑˆÐ¸Ð½ÑÑ‚Ð² (волости) в Китайской Народной Ð*еспублике, для автономных администратРвных структур, которые в разной степени были созданы. высшая ступень - это "автономная область". Начиная с 1955 года СиньÑ*зян является одним из пяти автономных районов "(zizhiqu) страны. Ð*тот статус вправе сократить использованиРµ не Хан языках - в соответствиРс ней в первую очередь Uiguri - в школах, печати и издательства торговли. Несмотря на свой особый статус СиньÑ*зян, естественно, нет политической автономии. Тем не менее Китай, изготовленны Ñ… связь между этническую и культурную ÑÐ°Ð¼Ð¾Ð±Ñ‹Ñ‚Ð½Ð¾ÑÑ‚Ñ Ñ‚ÐµÑ€Ñ€Ð¸Ñ‚Ð¾Ñ€Ð¸Ð¸ и в 50-е, , когда "соÑ*иалистичРского лагеря", как Ð¿Ñ€ÐµÐ´ÑÑ‚Ð°Ð²Ð»ÑÐµÑ ÑÑ, еще с вечным срок. Хотя без каждого материала значения, эта связь, тем не менее, соответствуРт постоянство усилий наÑ*Ð¸Ð¾Ð½Ð°Ð»ÑŒÐ½Ñ‹Ñ Ð´Ð²Ð¸Ð¶ÐµÐ½Ð¸Ð¹ в мире после 19. века и также до сих пор остается для многих из них Ñ*ель. Существовани е 15 республик в контексте Ð*оссийская ФедераÑ*ия выступила с программой мирного возможности системы. До ворот почтовое отделение пространствРµ удобно, СиньÑ*зян становится в Republiken begrenzt, умирают inzwischen 4б unabhängig события : Kasachstan, Киргизия, Tadschikistan, ebenso wie умирают Mongolei им Nordosten, дер ehemalige UdSSR Ð¡Ð°Ñ‚ÐµÐ»Ð»Ð¸Ñ‚ÐµÐ½ÑÑ Ð°Ð°Ñ‚ дер. Аллердингс Dx11 умирают ehemalige Sowjetunion дер nationalen uigurischen Бевегунг nicht напряжение чили Ворбилд dienen, denn Китай агрессивным ничего Föderation. Es versteht sich vielmehr чили einheitliche, многонаÑ*иона »ÑŒÐ½Ð°Ñ sozialistische Ð*еспублику. Ð’ СиньÑ*зян treten gewissermaßen умирают allgemeinen Charakteristika дер Ð*егионен besonders hervor, умереть в Китае фон nationalen МиндерхайтеРbevölkert werden. Diese machen Territorien 86 Prozent дер strategischen Grenzgebiete менты, СОКÐ*АЩЕНИЯ über reiche natürliche встал, умирают умирают für Wirtschaft ДворÑ*е Ланд erforderlich события, Žemaitija jedoch 2002г Einkommen unter ihren nationalen демография Дурчшнитт унд leiden unter так erheblicher ökonomischer Benachteiligung. Состояние отставание в Китае дас НаÑ*иональная Pro - Копф - Einkommen в ден ländlichen эксперимента льного 1994 года бай 1220 юаней. Ð’ СиньÑ*зян времени я бай 935 унд в Тибете бай 555 юаней. 44 Prozent дер armen Bevölkerung gehören nationalen МиндерхайтеРКитаев. Die Wüste Такла Макан слегка чили unterirdisches nukleares Versuchszentrum. Системы Žemaitija aber auch riesige Erdölvorkommen, умереть werden bereits ausgebeutet унд в Зукунфт умирают wichtigsten Erdölfelder в дер Mandschurei унд в Шанской Сеул ersetzen könnten, wenn diese erschöpft события. Schließlich перечень СиньÑ*зян neben Тибет умирает района, умереть с weitesten фон ден прошлого Wirtschaftszonen дер Küstenprovinzen поезда агрессивным, унд unterliegt einer doppelten Akkulturation : durch Модернисиеру нг унд durch Anpassung умирают chinesische Kultur. Die Existenz großer МиндерхайтеРдер Периферье ДворÑ*е chinesischen Ð*аумс, vom Nordosten бис ден Südwesten, erweckt фон ден Аншейн einer bestimmten oben Verteilung. Доч 4б шляпу jede оглашении eigene historische Безиехунг Ñ*у Китая. Unter ден сна nationalen МиндерхайтеРunterscheiden sich умирают Uiguren с meisten фон ден Чинесен. Sie телосложения Китая (не Gegensatz Ñ*у ден Mongolen унд дер Mandschu) ничего einzige Династие gestellt, sie аспекта мит дер chinesischen Sprache Kultur weder умирают, умирают Ð*елигия, умереть Architektur бандитов погибают Ernährungsgewohnheiten (бай ÐœÐ¸Ð»ÑŒÑ‡Ð¿Ñ€Ð¾Ð´ÑƒÐºÑ Ðµ ihnen nehmen einen Raum ein сна). ных населенных пунктов allem aber sich шляпу умирают uigurische Identität в heute ihren vorherrschenden Zügen völlig unabhängig vom chinesischen рейха herausgebildet, дас politisch и имеют демография 8. унд демография 18. Jahrhundert в diesem Teil nicht Бетке präsent войны. Die heutige Identität дер Uiguren перечень durch ден ислама актуализаÑ*ии bestimmt durch умирают Татсахе, daß sie sprechen Turksprache века. Ð*елигия Zugehörigkeit унд Ñ*у ден Turkvölkern события также умирают identitätsstiftenden Моменте. Der kam исламе менты демография Westen über Transoxanien5, Дас Ñ*у Бегинн ДворÑ*е 8. Jahrhunderts в дас erste arabische Kalifat eingegliedert составу. Die späteren Migrationen verschiedener Turkvölker dagegen erfolgten менты демография Норден (менты Sibirien унд дер Mongolei). Unter ден größten islamischen Turkvölkern Бетке liefern умирают Uiguren дас extremste Бейспиел фон Identitätsbildung oder ausgesprochener Besonderheit. Ungeachtet dessen, daß СиньÑ*зян небольшой multiethnische Ð*егион перечень унд andere Gruppen слов ebenso heimisch события, unterliegt умирают uigurische Identität verschiedenen Артен фон innerer Спаннунг. Das этнонима (дер ethnische Имя) "Уйгуры" составу, Познани er отсылать Джахрхундер ‚е verschwunden войны, в дер zwanziger Джахрен wieder eingeführt. Es heißt gewöhnlich, Sinkiangs Оасен "türkisches Expansionsgebiet gewesen seien. Ð’ Виркличкейт wurden sie durch zwei mittelalterliche Ð*айхе тотальным Ð*елигия türkisiert6, Народ фон дас небольшой muslimisch унд дас andere manichäisch унд buddhistisch войны. Den Namen "Уйгуры" trug дер manichäisch - buddhistische Стаат. Ир составу durch дас Vorrücken ДворÑ*е ислама verdrängt. türkisch - Die islamische Identität entwickelte sich ganz это в СиньÑ*зян унд führte им 15. Jahrhundert разрешенные Вершвинден ДворÑ*е Буддхисмус унд дер politisch - Ð*рлангене uigurischen Identität, Итак, умереть Ð*рбе ДворÑ*е verschwundenen buddhistischen Ð*айхес fortlebte. Аллердингс составу дер Имя Уйгурского ничего durch andere ersetzt унд föderative Bezeichnung verschwand бис Ñ*у seinem Wiederaufleben Ñ*у Бегинн dieses Jahrhunderts. Ауф тихом Kongreß politischer Aktivisten менты ден muslimischen унд turksprachigen Ð*егионен в Taschkent (Узбекские) им Джахр 1921 года составу vorgeschlagen, Итак Bezeichnung für умирают seßhaften islamisch - ООП Bevölkerungsgruppen им Tarimbecken wieder ден Namen "Уйгуры" Ñ*у verwenden, преступление признается Verdeutlichung Identität, умереть sich seit демография ÐœÐ¸Ñ‚Ñ‚ÐµÐ»Ð°Ð»ÑŒÑ‚ÐµÑ Ð¸Ð¼ Zusammenhang 2002г Mikro - Regionalismus унд тихом -немеÑ*ки weit gefaßten Zugehörigkeitsgefühl разрешенные ислама унд Ñ*у ден Turkvölkern herausgebildet отовсюду. Ð’ СиньÑ*зян verbreitete sich diese Bezeichnung rasch, zumal sie в ден dreißiger Джахрен фон демография prosowjetischen Гувернер Scheng Schisai aufgegriffen составу. Offiziell составу sie erstmalig бай дер Schätzung дер Захл дер Minoritätenangehörigen verwandt. 1949 года составу diese Bezeichnung фон дер Volksrepublik Китай bereitwillig akzeptiert, да solche Бегриффе 10-м Beschäftigtenschutzgesetz дер прошлого Minoritätenpolitik nützlich schienen. Bleibt умирают Фраге, wie резко angesichts dieser Umstände умирают uigurische Identität verankert перечень оb унд дер ислама индекс чили stabilisierender Фактор wirkt. Allgemeiner gesagt : welche Аспекте дер история Sinkiangs - дер territorialen, ethnisch - Ð*рлангене, religiösen usw. Identität - маркировку умирают Befürworter дер Unabhängigkeit7 (deren Захл -немеÑ*ки тяжелый abzuschätzen перечень), в ден Vordergrund stellen? Diese Фраген stellen sich mehr мкм так, Итак, в dieser Ð*егион преступление Бир-Зейт дер Eroberung durch умирают Mandschu им 18. Jahrhundert kein Стаат existierte. Der islamische Фактор ES перечень klar, daß sich умирают Uiguren преступление Unterscheidung фон ihren "Соседи", ден в ден muslimischen Turkvölkern 1991 года entstandenen ehemals sowjetischen Republiken, в тихом föderalistischen Gebilde zusammenfinden сборнике. Der Zerfall дер UdSSR шляпу умирают Унтершиде и имеют все diesen Republiken sichtbar gemacht, wie auch оглашении Абсихт, Английский eigenständige Politik Ñ*у verfolgen. Daß aufgrund дер gemeinsamen Ð*елигия унд дер sprachlichen Verwandtschaft ein Band дер Solidarität entsteht, перечень nicht selbstverständlich. Selbst ООП умирают, умирают бай ihren Bemühungen, auf умирают zentralasiatischen Märkte vorzudringen, dieses Band с lautesten beschwört, verfährt langfristig nach anderen Maximen. Поэтому перечень ihr Hauptgesprächspartner в районе дер unbestreitbar Ð*оссия, auf politischer wie auch auf wirtschaftlicher Ebene. Wie überall быстро в дер muslimischen Welt stellt sich nach умирают Фраге дер politischen Бедеутунг ДворÑ*е ислама. 4б СиньÑ*зян erlebt einen Aufschwung politisch gefärbter Religiosität. Sogenannte wahhabitische Gruppen treten immer häufiger auf, ebenso wie Предигер менты muslimischen anderen Ländern wie Саудовской Арабьен oder Пакистан; auch ein Wiederaufleben дер суфизма - Брудершафте ½ beobachten läßt sich. Аллердингс nehmen умирают Uiguren им chinesischen ислама века Sonderstellung ein унд искусство zahlenmäßig nicht einmal умирают stärkste muslimische Группе. Человек умирает schätzt Захл дер auf отсылать Nationalitäten verteilten Муслиме в Китае auf 20 Миллионен. Die Хи chinesische Муслиме, события в Авторы Ð*егионен vertreten, 2002г einer gewissen КонзентраÑ*иРв Zentralchina. Sie bilden умирают wichtigste НаÑ*иональная Миндерхейт unter ден muslimischen Völkern, бандитов vor Uiguren ден. Mit Ausnahme фон СиньÑ*зян, Две 1990 года sie lediglich auf einen Anteil фон 0,8 Prozent einer Gesamtbevölkerung фон damals 13 Миллионен Айнвонерн дыхание, искусство умирать Хи умирают tragenden Kräfte ДворÑ*е ислама в дер chinesischen Gesellschaft. Unabhängig фон ден ВерзеррунгеР½, Беруфунг умирают jede auf ein Ð*рбе 2002г sich bringt, erfüllt также умирают uigurische Identität offenbar jene einigende Funktion, умереть умереть Nationalisten фон erwarten ihr. Ihr bleibt Зил умереть "Сельбстбести ммунг", sagt Ð*ркин Alptekin, ein uigurischer наÑ*ионалисто в, дер ские Flüchtling в дер ООП lebt. Und er fügt hinzu : "Die Uiguren маркировку über ihr Шиксал папу заполнению. Wir телосложения vor дер Eroberung durch умирают Mandschu einen eigenen souveränen Стаат gehabt, унд Инструменты möchten wiedererstehen ihn sehen. Das könnte им Ð*ахмену einer Föderation geschehen. Ich glaube nicht, daß умирают Uiguren небольшой derartige Lösung gänzlich ablehnen würden. Im Аугенблик fürchten sie vor allem ден Верлуст издании Identität. Ум умирает Чансен für friedliche небольшой Ð*егелунг Ñ*у erhalten, muß умирают chinesische Ð*егиерунг dringend Gespräche über дас Шиксал моего Volkes aufnehmen. "8 Der Anteil дер Uiguren дер chinesischen история перечень миграÑ*ию, умереть Хан Präsenz в СиньÑ*зян hingegen -немеÑ*ки ausgeprägt. Dieses führt Ungleichgewicht бай ден Uiguren zwangsläufig преступление Entwicklung Кирш starken nationalen Ð*ессентимент . Wird sich умирают chinesische Politik ДворÑ*е "Песок hinzufügens" Ñ*у schließlich einer Düne auswachsen, умереть nach унд nach умирают Uiguren überrollen унд verschlucken wird? Одер wird sich Английский НаÑ*иональный Бевегунг дер Uiguren erfolgreich Люди ein solches Phänomen преступление Вехр обязательны к? Das агрессивным, langfristig gesehen, дер Hintergrund дер Спаннунген, умереть seit einiger Бир-Зейт erschüttern СиньÑ*зян. ТрадиÑ*ионную . Лиля Вагт 1 Лаут Ð*ркин Alptekin, демография дер ОрганизаÑ*ия Präsidenten nicht repräsentierter Nationen унд наÑ*ия ", шляпу sich niemand Ñ*у ден Bombenattentaten bekannt, умереть seit 1992 года в verschiedenen Ортен Ost- Turkestans verübt ТЮНЕÐ* события. Доч умирают Чинесен hängen sie regelmäßig Uiguren ден. "Картелей. Интервью дас 2002г Alptekin, тихом während ДворÑ*е kalten Krieges умирают в ООП geflüchteten Uiguren унд ehemaligen Журналистен фон Ð*адио Свобода, в дер Zeitschrift Политик интернасьона ль ", Nr. 75, Frühjahr 1997 года. 2 Es перечень фон zigtausend Verhaftungen умирают Ð*еде. 3 Николас Бекелин, "Напряженност ÑŒ interethniques и нищеты. Endemique, Перспективы chinoises, Nr. 39, Париж 1997 года. 4 Der Тарима Sinkiangs bedeutendster навигаÑ*ия, kommt менты демография Тянь- schan унд durchfließt в östlicher Ð*ичтунг умирают große Исполнители Такла Макан им Zentrum фон СиньÑ*зян. 5 Mit dieser Bezeichnung агрессивным в районе дас Гебиет дер ehemaligen Sowjetrepubliken Узбекские унд Tadschikistan gemeint. Ð’ дер Antike унд им Hochmittelalter sprach умирают Bevölkerung в СиньÑ*зян indoeuropäische Sprachen (herrschende Ð*елигия дер Буддхисмус войны). 7 Die Uiguren СОКÐ*АЩЕНИЯ nicht über solche Verstärker, wie sie умирают Propagierung ДворÑ*е lamaistischen Буддхисмус ден Tibetern им Westen verschafft, Две дер Далай-ламы небольшой bekannte Persönlichkeit агрессивным. Dafür заполнению sie jedoch мит дер islamischen Solidarität rechnen, был оглашении Бевегунг в русском ganz andere geopolitische Динамик hineinziehen Dx11. 8 картелей. Политик интернасьона ль ", Nr. 75, 1997. * Дозент дер Школа обучение в высших соÑ*иальных наук (Hochschule für Sozialwissenschaften). "Монд дипломатик Nr. 5329 vom 12.09.1997 Seite 14-15 "Монд дипломатик 395 Зейлен Dokumentation VINCENT FOURNIAU ---------------------------------------- ---------------------------------------- http://www.uygur.org/de/wunn97/091297ad.htm грохочут elindi
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Из VINCENT FOURNIAU * Ð’ зиму 1996 года и весной 1997 года СиньÑ*зян вновь, бы, поскольку уже несколько лет, место mörderischer уведомлений. Взрывы потребовал многочисленн ‹Ðµ жертвы, но никто не признал себя dazu1. Тем не менее они indeterminable знак протеста и беспорядков, , к которому Китая отреагироваРи властей с волной Verhaftungen2. Откуда же недовольство вступил в СиньÑ*зян? Ли явление, которое Ñ€Ð°ÑÐ¿Ñ€Ð¾ÑÑ‚Ñ€Ð°Ð½Ñ ÐµÑ‚ся на весь регион, показать здесь, назначенный довольно туманно, чем "Центральной Азии"? Или эти события переоÑ*енить, так как часто, если это касается Китайской Народной Ð*еспублики? СиньÑ*зян, также признает китайского Туркестана под названием, является Китая и Центральной Азии, , поскольку регион относится к обеим (см. карту). Но сегодня средства СиньÑ*зян Китая в Центральной Азии в значительной степени. Во многих отношениях Китай мире продолжитель ность и стабильность , Центральной Азии, однако региона перерывов и политической неопределенн ¾ÑÑ‚и. Кроме того он никогда своего собственного государства, в котором его граниÑ* вывоза Ð¾Ð¿Ñ€ÐµÐ´ÐµÐ»ÐµÐ½Ð½Ñ‹Ñ , и часто выяснилось, в сферу влияния крупных полномочий. Поскольку он был завоеван в 1757-1759 Mandschu императоры, СиньÑ*зян принадлежит Китаю. Но связей с Пекином были настолько свободно в период нашей эпохи, и 1949 года (создание Народной Ð*еспублика), что СиньÑ*зян был несколько раз в почти независимое положение. ОжесточенныРсопротивлени я отмечен регулярно отношений провинÑ*ии с Ñ*ентральной властью. Но с 1949 года СиньÑ*зян, прочно связанных в Китай, и 60-е Пекинский содействовал ¸ разрешению китайÑ*Ñ‹ там. Ð’ результате доля китайÑ*ев в общей численности населения в регионе на 10 проÑ*ентов вырос в 1955 год примерно на 40-50 проÑ*ентов в 1994 году, с численностью населения всего 16 миллионов. Для Китая он выходит добавив поэтому столь образные выражение - "песок", иначе, говорит, утолщение "Ñ*емента" 3. Ð’ первый раз в СиньÑ*зян оперативной готовности уровне государства сопровождает ся на глубокое Sinisierung, хотя китайская сфере, тем не менее, в ходе рейдов по территории давно, уже в трех разных Ð¸ÑÑ‚Ð¾Ñ€Ð¸Ñ‡ÐµÑÐºÐ¸Ñ ÑÐ¿Ð¾Ñ… в Tarimbecken4. Хотя наÑ*иональног ¾ уровня оперативной готовности Китая (в 2. века против CH. , Затем в 8. века под водоросли династии и непрерывно с 1757) только следы в СиньÑ*зян слева, За последние двадÑ*ать пять лет положение по причине изменилась. Ð*тот регион, крупнейшей Китайской Народной Ð*еспублики (Sechstel своей территории), - это, прежде всего стране наÑ*иональног ¾ меньшинства, Uiguren (7 млн. 1994), , который находится преимуществРнно в Tarimbecken. Другую крупную группу (за исключением китайÑ*ев) - это Kasachen (1 млн.). они жить на траве, покрытой горных склонах Dsungarei севере столиÑ*Ñ‹ Urumtschi вместе с Kirgisen, Tadschiken, хуэй, Сибо Ñ‚.д. этих общин происходит примерно 55 офиÑ*иально признанных наÑ*Ð¸Ð¾Ð½Ð°Ð»ÑŒÐ½Ñ‹Ñ Ð¼ÐµÐ½ÑŒÑˆÐ¸Ð½ÑÑ‚Ð² (волости) в Китайской Народной Ð*еспублике, для автономных администратРвных структур, которые в разной степени были созданы. высшая ступень - это "автономная область". Начиная с 1955 года СиньÑ*зян является одним из пяти автономных районов "(zizhiqu) страны. Ð*тот статус вправе сократить использованиРµ не Хан языках - в соответствиРс ней в первую очередь Uiguri - в школах, печати и издательства торговли. Несмотря на свой особый статус СиньÑ*зян, естественно, нет политической автономии. Тем не менее Китай, изготовленны Ñ… связь между этническую и культурную ÑÐ°Ð¼Ð¾Ð±Ñ‹Ñ‚Ð½Ð¾ÑÑ‚Ñ Ñ‚ÐµÑ€Ñ€Ð¸Ñ‚Ð¾Ñ€Ð¸Ð¸ и в 50-е, , когда "соÑ*иалистичРского лагеря", как Ð¿Ñ€ÐµÐ´ÑÑ‚Ð°Ð²Ð»ÑÐµÑ ÑÑ, еще с вечным срок. Хотя без каждого материала значения, эта связь, тем не менее, соответствуРт постоянство усилий наÑ*Ð¸Ð¾Ð½Ð°Ð»ÑŒÐ½Ñ‹Ñ Ð´Ð²Ð¸Ð¶ÐµÐ½Ð¸Ð¹ в мире после 19. века и также до сих пор остается для многих из них Ñ*ель. Существовани е 15 республик в контексте Ð*оссийская ФедераÑ*ия выступила с программой мирного возможности системы. До ворот почтовое отделение пространствРµ удобно, СиньÑ*зян становится в Republiken begrenzt, умирают inzwischen 4б unabhängig события : Kasachstan, Киргизия, Tadschikistan, ebenso wie умирают Mongolei им Nordosten, дер ehemalige UdSSR Ð¡Ð°Ñ‚ÐµÐ»Ð»Ð¸Ñ‚ÐµÐ½ÑÑ Ð°Ð°Ñ‚ дер. Аллердингс Dx11 умирают ehemalige Sowjetunion дер nationalen uigurischen Бевегунг nicht напряжение чили Ворбилд dienen, denn Китай агрессивным ничего Föderation. Es versteht sich vielmehr чили einheitliche, многонаÑ*иона »ÑŒÐ½Ð°Ñ sozialistische Ð*еспублику. Ð’ СиньÑ*зян treten gewissermaßen умирают allgemeinen Charakteristika дер Ð*егионен besonders hervor, умереть в Китае фон nationalen МиндерхайтеРbevölkert werden. Diese machen Territorien 86 Prozent дер strategischen Grenzgebiete менты, СОКÐ*АЩЕНИЯ über reiche natürliche встал, умирают умирают für Wirtschaft ДворÑ*е Ланд erforderlich события, Žemaitija jedoch 2002г Einkommen unter ihren nationalen демография Дурчшнитт унд leiden unter так erheblicher ökonomischer Benachteiligung. Состояние отставание в Китае дас НаÑ*иональная Pro - Копф - Einkommen в ден ländlichen эксперимента льного 1994 года бай 1220 юаней. Ð’ СиньÑ*зян времени я бай 935 унд в Тибете бай 555 юаней. 44 Prozent дер armen Bevölkerung gehören nationalen МиндерхайтеРКитаев. Die Wüste Такла Макан слегка чили unterirdisches nukleares Versuchszentrum. Системы Žemaitija aber auch riesige Erdölvorkommen, умереть werden bereits ausgebeutet унд в Зукунфт умирают wichtigsten Erdölfelder в дер Mandschurei унд в Шанской Сеул ersetzen könnten, wenn diese erschöpft события. Schließlich перечень СиньÑ*зян neben Тибет умирает района, умереть с weitesten фон ден прошлого Wirtschaftszonen дер Küstenprovinzen поезда агрессивным, унд unterliegt einer doppelten Akkulturation : durch Модернисиеру нг унд durch Anpassung умирают chinesische Kultur. Die Existenz großer МиндерхайтеРдер Периферье ДворÑ*е chinesischen Ð*аумс, vom Nordosten бис ден Südwesten, erweckt фон ден Аншейн einer bestimmten oben Verteilung. Доч 4б шляпу jede оглашении eigene historische Безиехунг Ñ*у Китая. Unter ден сна nationalen МиндерхайтеРunterscheiden sich умирают Uiguren с meisten фон ден Чинесен. Sie телосложения Китая (не Gegensatz Ñ*у ден Mongolen унд дер Mandschu) ничего einzige Династие gestellt, sie аспекта мит дер chinesischen Sprache Kultur weder умирают, умирают Ð*елигия, умереть Architektur бандитов погибают Ernährungsgewohnheiten (бай ÐœÐ¸Ð»ÑŒÑ‡Ð¿Ñ€Ð¾Ð´ÑƒÐºÑ Ðµ ihnen nehmen einen Raum ein сна). ных населенных пунктов allem aber sich шляпу умирают uigurische Identität в heute ihren vorherrschenden Zügen völlig unabhängig vom chinesischen рейха herausgebildet, дас politisch и имеют демография 8. унд демография 18. Jahrhundert в diesem Teil nicht Бетке präsent войны. Die heutige Identität дер Uiguren перечень durch ден ислама актуализаÑ*ии bestimmt durch умирают Татсахе, daß sie sprechen Turksprache века. Ð*елигия Zugehörigkeit унд Ñ*у ден Turkvölkern события также умирают identitätsstiftenden Моменте. Der kam исламе менты демография Westen über Transoxanien5, Дас Ñ*у Бегинн ДворÑ*е 8. Jahrhunderts в дас erste arabische Kalifat eingegliedert составу. Die späteren Migrationen verschiedener Turkvölker dagegen erfolgten менты демография Норден (менты Sibirien унд дер Mongolei). Unter ден größten islamischen Turkvölkern Бетке liefern умирают Uiguren дас extremste Бейспиел фон Identitätsbildung oder ausgesprochener Besonderheit. Ungeachtet dessen, daß СиньÑ*зян небольшой multiethnische Ð*егион перечень унд andere Gruppen слов ebenso heimisch события, unterliegt умирают uigurische Identität verschiedenen Артен фон innerer Спаннунг. Das этнонима (дер ethnische Имя) "Уйгуры" составу, Познани er отсылать Джахрхундер ‚е verschwunden войны, в дер zwanziger Джахрен wieder eingeführt. Es heißt gewöhnlich, Sinkiangs Оасен "türkisches Expansionsgebiet gewesen seien. Ð’ Виркличкейт wurden sie durch zwei mittelalterliche Ð*айхе тотальным Ð*елигия türkisiert6, Народ фон дас небольшой muslimisch унд дас andere manichäisch унд buddhistisch войны. Den Namen "Уйгуры" trug дер manichäisch - buddhistische Стаат. Ир составу durch дас Vorrücken ДворÑ*е ислама verdrängt. türkisch - Die islamische Identität entwickelte sich ganz это в СиньÑ*зян унд führte им 15. Jahrhundert разрешенные Вершвинден ДворÑ*е Буддхисмус унд дер politisch - Ð*рлангене uigurischen Identität, Итак, умереть Ð*рбе ДворÑ*е verschwundenen buddhistischen Ð*айхес fortlebte. Аллердингс составу дер Имя Уйгурского ничего durch andere ersetzt унд föderative Bezeichnung verschwand бис Ñ*у seinem Wiederaufleben Ñ*у Бегинн dieses Jahrhunderts. Ауф тихом Kongreß politischer Aktivisten менты ден muslimischen унд turksprachigen Ð*егионен в Taschkent (Узбекские) им Джахр 1921 года составу vorgeschlagen, Итак Bezeichnung für умирают seßhaften islamisch - ООП Bevölkerungsgruppen им Tarimbecken wieder ден Namen "Уйгуры" Ñ*у verwenden, преступление признается Verdeutlichung Identität, умереть sich seit демография ÐœÐ¸Ñ‚Ñ‚ÐµÐ»Ð°Ð»ÑŒÑ‚ÐµÑ Ð¸Ð¼ Zusammenhang 2002г Mikro - Regionalismus унд тихом -немеÑ*ки weit gefaßten Zugehörigkeitsgefühl разрешенные ислама унд Ñ*у ден Turkvölkern herausgebildet отовсюду. Ð’ СиньÑ*зян verbreitete sich diese Bezeichnung rasch, zumal sie в ден dreißiger Джахрен фон демография prosowjetischen Гувернер Scheng Schisai aufgegriffen составу. Offiziell составу sie erstmalig бай дер Schätzung дер Захл дер Minoritätenangehörigen verwandt. 1949 года составу diese Bezeichnung фон дер Volksrepublik Китай bereitwillig akzeptiert, да solche Бегриффе 10-м Beschäftigtenschutzgesetz дер прошлого Minoritätenpolitik nützlich schienen. Bleibt умирают Фраге, wie резко angesichts dieser Umstände умирают uigurische Identität verankert перечень оb унд дер ислама индекс чили stabilisierender Фактор wirkt. Allgemeiner gesagt : welche Аспекте дер история Sinkiangs - дер territorialen, ethnisch - Ð*рлангене, religiösen usw. Identität - маркировку умирают Befürworter дер Unabhängigkeit7 (deren Захл -немеÑ*ки тяжелый abzuschätzen перечень), в ден Vordergrund stellen? Diese Фраген stellen sich mehr мкм так, Итак, в dieser Ð*егион преступление Бир-Зейт дер Eroberung durch умирают Mandschu им 18. Jahrhundert kein Стаат existierte. Der islamische Фактор ES перечень klar, daß sich умирают Uiguren преступление Unterscheidung фон ihren "Соседи", ден в ден muslimischen Turkvölkern 1991 года entstandenen ehemals sowjetischen Republiken, в тихом föderalistischen Gebilde zusammenfinden сборнике. Der Zerfall дер UdSSR шляпу умирают Унтершиде и имеют все diesen Republiken sichtbar gemacht, wie auch оглашении Абсихт, Английский eigenständige Politik Ñ*у verfolgen. Daß aufgrund дер gemeinsamen Ð*елигия унд дер sprachlichen Verwandtschaft ein Band дер Solidarität entsteht, перечень nicht selbstverständlich. Selbst ООП умирают, умирают бай ihren Bemühungen, auf умирают zentralasiatischen Märkte vorzudringen, dieses Band с lautesten beschwört, verfährt langfristig nach anderen Maximen. Поэтому перечень ihr Hauptgesprächspartner в районе дер unbestreitbar Ð*оссия, auf politischer wie auch auf wirtschaftlicher Ebene. Wie überall быстро в дер muslimischen Welt stellt sich nach умирают Фраге дер politischen Бедеутунг ДворÑ*е ислама. 4б СиньÑ*зян erlebt einen Aufschwung politisch gefärbter Religiosität. Sogenannte wahhabitische Gruppen treten immer häufiger auf, ebenso wie Предигер менты muslimischen anderen Ländern wie Саудовской Арабьен oder Пакистан; auch ein Wiederaufleben дер суфизма - Брудершафте ½ beobachten läßt sich. Аллердингс nehmen умирают Uiguren им chinesischen ислама века Sonderstellung ein унд искусство zahlenmäßig nicht einmal умирают stärkste muslimische Группе. Человек умирает schätzt Захл дер auf отсылать Nationalitäten verteilten Муслиме в Китае auf 20 Миллионен. Die Хи chinesische Муслиме, события в Авторы Ð*егионен vertreten, 2002г einer gewissen КонзентраÑ*иРв Zentralchina. Sie bilden умирают wichtigste НаÑ*иональная Миндерхейт unter ден muslimischen Völkern, бандитов vor Uiguren ден. Mit Ausnahme фон СиньÑ*зян, Две 1990 года sie lediglich auf einen Anteil фон 0,8 Prozent einer Gesamtbevölkerung фон damals 13 Миллионен Айнвонерн дыхание, искусство умирать Хи умирают tragenden Kräfte ДворÑ*е ислама в дер chinesischen Gesellschaft. Unabhängig фон ден ВерзеррунгеР½, Беруфунг умирают jede auf ein Ð*рбе 2002г sich bringt, erfüllt также умирают uigurische Identität offenbar jene einigende Funktion, умереть умереть Nationalisten фон erwarten ihr. Ihr bleibt Зил умереть "Сельбстбести ммунг", sagt Ð*ркин Alptekin, ein uigurischer наÑ*ионалисто в, дер ские Flüchtling в дер ООП lebt. Und er fügt hinzu : "Die Uiguren маркировку über ihr Шиксал папу заполнению. Wir телосложения vor дер Eroberung durch умирают Mandschu einen eigenen souveränen Стаат gehabt, унд Инструменты möchten wiedererstehen ihn sehen. Das könnte им Ð*ахмену einer Föderation geschehen. Ich glaube nicht, daß умирают Uiguren небольшой derartige Lösung gänzlich ablehnen würden. Im Аугенблик fürchten sie vor allem ден Верлуст издании Identität. Ум умирает Чансен für friedliche небольшой Ð*егелунг Ñ*у erhalten, muß умирают chinesische Ð*егиерунг dringend Gespräche über дас Шиксал моего Volkes aufnehmen. "8 Der Anteil дер Uiguren дер chinesischen история перечень миграÑ*ию, умереть Хан Präsenz в СиньÑ*зян hingegen -немеÑ*ки ausgeprägt. Dieses führt Ungleichgewicht бай ден Uiguren zwangsläufig преступление Entwicklung Кирш starken nationalen Ð*ессентимент . Wird sich умирают chinesische Politik ДворÑ*е "Песок hinzufügens" Ñ*у schließlich einer Düne auswachsen, умереть nach унд nach умирают Uiguren überrollen унд verschlucken wird? Одер wird sich Английский НаÑ*иональный Бевегунг дер Uiguren erfolgreich Люди ein solches Phänomen преступление Вехр обязательны к? Das агрессивным, langfristig gesehen, дер Hintergrund дер Спаннунген, умереть seit einiger Бир-Зейт erschüttern СиньÑ*зян. ТрадиÑ*ионную . Лиля Вагт 1 Лаут Ð*ркин Alptekin, демография дер ОрганизаÑ*ия Präsidenten nicht repräsentierter Nationen унд наÑ*ия ", шляпу sich niemand Ñ*у ден Bombenattentaten bekannt, умереть seit 1992 года в verschiedenen Ортен Ost- Turkestans verübt ТЮНЕÐ* события. Доч умирают Чинесен hängen sie regelmäßig Uiguren ден. "Картелей. Интервью дас 2002г Alptekin, тихом während ДворÑ*е kalten Krieges умирают в ООП geflüchteten Uiguren унд ehemaligen Журналистен фон Ð*адио Свобода, в дер Zeitschrift Политик интернасьона ль ", Nr. 75, Frühjahr 1997 года. 2 Es перечень фон zigtausend Verhaftungen умирают Ð*еде. 3 Николас Бекелин, "Напряженност ÑŒ interethniques и нищеты. Endemique, Перспективы chinoises, Nr. 39, Париж 1997 года. 4 Der Тарима Sinkiangs bedeutendster навигаÑ*ия, kommt менты демография Тянь- schan унд durchfließt в östlicher Ð*ичтунг умирают große Исполнители Такла Макан им Zentrum фон СиньÑ*зян. 5 Mit dieser Bezeichnung агрессивным в районе дас Гебиет дер ehemaligen Sowjetrepubliken Узбекские унд Tadschikistan gemeint. Ð’ дер Antike унд им Hochmittelalter sprach умирают Bevölkerung в СиньÑ*зян indoeuropäische Sprachen (herrschende Ð*елигия дер Буддхисмус войны). 7 Die Uiguren СОКÐ*АЩЕНИЯ nicht über solche Verstärker, wie sie умирают Propagierung ДворÑ*е lamaistischen Буддхисмус ден Tibetern им Westen verschafft, Две дер Далай-ламы небольшой bekannte Persönlichkeit агрессивным. Dafür заполнению sie jedoch мит дер islamischen Solidarität rechnen, был оглашении Бевегунг в русском ganz andere geopolitische Динамик hineinziehen Dx11. 8 картелей. Политик интернасьона ль ", Nr. 75, 1997. * Дозент дер Школа обучение в высших соÑ*иальных наук (Hochschule für Sozialwissenschaften). "Монд дипломатик Nr. 5329 vom 12.09.1997 Seite 14-15 "Монд дипломатик 395 Зейлен Dokumentation VINCENT FOURNIAU ---------------------------------------- ---------------------------------------- http://www.uygur.org/de/wunn97/091297ad.htm грохочут elindi

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04-07-07, 16:31
Identität - wollen die Befürworter der Unabhängigkeit7 (deren Zahl sehr schwer abzuschätzen ist) in den Vordergrund stellen? Diese Fragen stellen sich um so mehr, als in dieser Region zur Zeit der Eroberung durch die Mandschu im 18. Jahrhundert kein Staat existierte.







CHINA ENTLÄSST DIE MINDERHEITEN NICHT IN DIE UNABHÄNGIGKEIT

Die Uiguren von Sinkiang sollen zu Chinesen werden

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OST-TURKESTAN hieß die an Chinas westlichem Rand gelegene Region Sinkiang einstmals. Das riesige Gebiet, das zum Teil aus Wüste besteht, ist seit einigen Jahren Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen der uigurischen Bevölkerung und der chinesischen Staatsmacht. Auf Sprengstoffanschläge und Attentate antwortet Peking mit harter Hand. Eine Entwicklung wie in jenen zentralasiatischen Staaten, die mit der Implosion der Sowjetunion ihre Unabhängigkeit erlangten, scheint im Falle Sinkiangs ausgeschlossen. Das bedauern vor allem jene Uiguren, die zum Teil schon seit längerem in Kasachstan leben und von einem freien und unabhängigen Land träumen.

Von VINCENT FOURNIAU *

Im Winter 1996 und im Frühling 1997 war Sinkiang erneut, wie schon seit einigen Jahren, Schauplatz mörderischer Anschläge. Die Explosionen forderten zahlreiche Opfer, aber niemand bekannte sich dazu1. Gleichwohl waren sie ein unübersehbares Anzeichen für Unruhe und Protest, auf die Chinas Machthaber mit einer Welle von Verhaftungen2 reagierten.

Woher kommt die Unzufriedenheit in Sinkiang? Zeigt sich hier ein Phänomen, das sich auf die gesamte Region erstreckt, die recht vage als "Zentralasien" bezeichnet wird? Oder werden diese Ereignisse überbewertet, wie so oft, wenn es sich um die Volksrepublik China handelt?

Sinkiang, auch bekannt unter dem Namen Chinesisch-Turkestan, ist sowohl China als auch Zentralasien, denn die Region gehört zu beidem (siehe Karte). Doch heute bedeutet Sinkiang weitgehend China in Zentralasien.

In vieler Hinsicht ist China eine Welt der Dauer und Beständigkeit, Zentralasien hingegen eine Region der Brüche und der politischen Unsicherheit. Zudem hatte es nie einen eigenen Staat, durch den seine Grenzen nach außen bestimmt waren, und geriet oft in den Einflußbereich größerer Mächte. Seit es 1757-1759 von den Mandschu-Kaisern erobert wurde, gehört Sinkiang zu China. Doch waren in dem Zeitraum zwischen dieser Epoche und 1949 (Gründung der Volksrepublik) die Verbindungen zu Peking so locker, daß Sinkiang sich mehrmals in einer quasi unabhängigen Situation befand. Heftige Revolten markierten regelmäßig die Beziehung der Provinz zur Zentralmacht.

Doch seit 1949 ist Sinkiang fest an China gebunden, und seit den sechziger Jahren hat Peking dort die Ansiedlung von Han-Chinesen gefördert. In der Folge stieg der Han-Anteil an der Gesamtbevölkerung in der Region von 10 Prozent im Jahr 1955 auf schätzungsweise 40 bis 50 Prozent im Jahr 1994, bei einer Einwohnerzahl von insgesamt 16 Millionen. Für China geht es darum - so der bildliche Ausdruck - "Sand hinzuzufügen", anders gesagt, "den Zement zu verdicken"3. Zum ersten Mal wird in Sinkiang die Präsenz des Staates von einer tiefgreifenden Sinisierung begleitet, obwohl doch das chinesische Reich während seiner langen Herrschaft schon in drei verschiedenen historischen Epochen territoriale Vorstöße in das Tarimbecken4 unternommen hatte. Während die staatliche Präsenz Chinas (im 2. Jahrhundert v. Ch., dann im 8. Jahrhundert unter der Tang-Dynastie und kontinuierlich seit 1757) lediglich Spuren in Sinkiang hinterließ, haben die letzten fünfundzwanzig Jahre die Situation von Grund auf verändert.

Diese Region, die größte der Volksrepublik China (ein Sechstel ihres Territoriums), ist vor allem das Land einer nationalen Minorität, der Uiguren (7 Millionen 1994), die überwiegend im Tarimbecken ansässig sind. Die andere große Gruppe (außer den Han-Chinesen) sind die Kasachen (1 Million). Sie leben auf den grasbewachsenen Berghängen der Dsungarei nördlich der Hauptstadt Urumtschi, zusammen mit Kirgisen, Tadschiken, Hui, Sibo usw. Diese Gemeinschaften stellen einige der offiziell anerkannten 55 nationalen Minderheiten (minzu) in der Volksrepublik, für die autonome Verwaltungsstrukturen unterschiedlichen Grades geschaffen wurden. Die höchste Stufe ist die "autonome Region". Seit 1955 ist Sinkiang eine der fünf "autonomen Regionen" (zizhiqu) des Landes. Dieser Status berechtigt zu einem eingeschränkten Gebrauch von Nicht-Han-Sprachen - darunter an erster Stelle des Uigurischen - in Schule, Presse und Verlagswesen.

Trotz seines besonderen Status verfügt Sinkiang natürlich über keinerlei politische Autonomie. Dennoch hat China in den fünfziger Jahren, als das "sozialistische Lager" noch von ewiger Dauer zu sein schien, eine Verknüpfung zwischen ethnisch-kultureller Identität und Territorium hergestellt. Wenn auch ohne jede reale Bedeutung, entspricht diese Verknüpfung gleichwohl einer hartnäckigen Bestrebung der nationalen Bewegungen in aller Welt seit dem 19. Jahrhundert und bleibt auch heute noch für viele von ihnen ein angestrebtes Ziel.

Die Existenz von 15 Republiken im Rahmen der russischen Föderation hat eine friedliche Implosion des Systems ermöglicht. Vor den Toren des postsowjetischen Raums gelegen, wird Sinkiang von Republiken begrenzt, die inzwischen tatsächlich unabhängig sind: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, ebenso wie die Mongolei im Nordosten, der ehemalige Satellitenstaat der UdSSR. Allerdings kann die ehemalige Sowjetunion der nationalen uigurischen Bewegung nicht direkt als Vorbild dienen, denn China ist keine Föderation. Es versteht sich vielmehr als einheitliche, multinationale sozialistische Republik.

In Sinkiang treten gewissermaßen die allgemeinen Charakteristika der Regionen besonders hervor, die in China von nationalen Minderheiten bevölkert werden. Diese Territorien machen 86 Prozent der strategischen Grenzgebiete aus, verfügen über reiche natürliche Ressourcen, die für die Wirtschaft des Landes erforderlich sind, liegen jedoch mit ihren Einkommen unter dem nationalen Durchschnitt und leiden so unter erheblicher ökonomischer Benachteiligung. Insgesamt lag in China das nationale Pro-Kopf-Einkommen in den ländlichen Gebieten 1994 bei 1220 Yuan. In Sinkiang lag es bei 935 und in Tibet bei 555 Yuan. 44 Prozent der armen Bevölkerung Chinas gehören nationalen Minderheiten an.

Die Wüste Takla Makan dient als unterirdisches nukleares Versuchszentrum. Hier liegen aber auch riesige Erdölvorkommen, die bereits ausgebeutet werden und in Zukunft die wichtigsten Erdölfelder in der Mandschurei und in Shan-dong ersetzen könnten, wenn diese erschöpft sind. Schließlich ist Sinkiang neben Tibet die Region, die am weitesten von den neuen Wirtschaftszonen der Küstenprovinzen entfernt ist, und unterliegt einer doppelten Akkulturation: durch Modernisierung und durch Anpassung an die chinesische Kultur.

Die Existenz großer Minderheiten an der Peripherie des chinesischen Raums, vom Nordosten bis in den Südwesten, erweckt den Anschein einer von oben bestimmten Verteilung. Doch tatsächlich hat jede ihre eigene historische Beziehung zu China. Unter den großen nationalen Minderheiten unterscheiden sich die Uiguren am meisten von den Chinesen. Sie haben China (im Gegensatz zu den Mongolen und den Mandschu) keine einzige Dynastie gestellt, sie teilen mit der chinesischen Kultur weder die Sprache, die Religion, die Architektur noch die Ernährungsgewohnheiten (bei ihnen nehmen Milchprodukte einen großen Raum ein). Vor allem aber hat sich die uigurische Identität in ihren heute vorherrschenden Zügen völlig unabhängig vom chinesischen Reich herausgebildet, das politisch zwischen dem 8. und dem 18. Jahrhundert in diesem Teil Zentralasiens nicht präsent war.

Die heutige Identität der Uiguren ist durch den Islam bestimmt sowie durch die Tatsache, daß sie eine Turksprache sprechen. Religion und Zugehörigkeit zu den Turkvölkern sind also die identitätsstiftenden Momente. Der Islam kam aus dem Westen über Transoxanien5, das zu Beginn des 8. Jahrhunderts in das erste arabische Kalifat eingegliedert wurde. Die späteren Migrationen verschiedener Turkvölker dagegen erfolgten aus dem Norden (aus Sibirien und der Mongolei).

Unter den größten islamischen Turkvölkern Zentralasiens liefern die Uiguren das extremste Beispiel von Identitätsbildung oder ausgesprochener Besonderheit. Ungeachtet dessen, daß Sinkiang eine multiethnische Region ist und andere Gruppen hier ebenso heimisch sind, unterliegt die uigurische Identität verschiedenen Arten von innerer Spannung.

Das Ethnonym (der ethnische Name) "Uigur" wurde, nachdem er mehrere Jahrhunderte verschwunden war, in den zwanziger Jahren wieder eingeführt. Es heißt gewöhnlich, Sinkiangs Oasen seien türkisches Expansionsgebiet gewesen. In Wirklichkeit wurden sie durch zwei mittelalterliche Reiche unterschiedlicher Religion türkisiert6, von denen das eine muslimisch und das andere manichäisch und buddhistisch war. Den Namen "Uigur" trug der manichäisch-buddhistische Staat. Er wurde durch das Vorrücken des Islam verdrängt. Die türkisch-islamische Identität entwickelte sich so in ganz Sinkiang und führte im 15. Jahrhundert zum Verschwinden des Buddhismus und der politisch-kulturellen uigurischen Identität, die als Erbe des verschwundenen buddhistischen Reiches fortlebte. Allerdings wurde der Name Uigur durch keine andere föderative Bezeichnung ersetzt und verschwand bis zu seinem Wiederaufleben zu Beginn dieses Jahrhunderts.

Auf einem Kongreß politischer Aktivisten aus den muslimischen und turksprachigen Regionen in Taschkent (Usbekistan) im Jahr 1921 wurde vorgeschlagen, als Bezeichnung für die seßhaften islamisch-türkischen Bevölkerungsgruppen im Tarimbecken wieder den Namen "Uigur" zu verwenden, zur Verdeutlichung ihrer Identität, die sich seit dem Mittelalter im Zusammenhang mit Mikro-Regionalismus und einem sehr weit gefaßten Zugehörigkeitsgefühl zum Islam und zu den Turkvölkern herausgebildet hatte.

In Sinkiang verbreitete sich diese Bezeichnung rasch, zumal sie in den dreißiger Jahren von dem prosowjetischen Gouverneur Scheng Schisai aufgegriffen wurde. Offiziell wurde sie erstmalig bei der Schätzung der Zahl der Minoritätenangehörigen verwandt. 1949 wurde diese Bezeichnung von der Volksrepublik China bereitwillig akzeptiert, da solche Begriffe für die Einführung der neuen Minoritätenpolitik nützlich schienen.

Bleibt die Frage, wie stark angesichts dieser Umstände die uigurische Identität verankert ist und ob der Islam dabei als stabilisierender Faktor wirkt. Allgemeiner gesagt: welche Aspekte der Geschichte Sinkiangs - der territorialen, ethnisch-kulturellen, religiösen usw. Identität - wollen die Befürworter der Unabhängigkeit7 (deren Zahl sehr schwer abzuschätzen ist) in den Vordergrund stellen? Diese Fragen stellen sich um so mehr, als in dieser Region zur Zeit der Eroberung durch die Mandschu im 18. Jahrhundert kein Staat existierte.

Der islamische Faktor
ES ist klar, daß sich die Uiguren zur Unterscheidung von ihren Nachbarn, den muslimischen Turkvölkern in den 1991 entstandenen ehemals sowjetischen Republiken, in einem föderalistischen Gebilde zusammenfinden müssen. Der Zerfall der UdSSR hat die Unterschiede zwischen all diesen Republiken sichtbar gemacht, wie auch ihre Absicht, eine eigenständige Politik zu verfolgen. Daß aufgrund der gemeinsamen Religion und der sprachlichen Verwandtschaft ein Band der Solidarität entsteht, ist nicht selbstverständlich. Selbst die Türkei, die bei ihren Bemühungen, auf die zentralasiatischen Märkte vorzudringen, dieses Band am lautesten beschwört, verfährt langfristig nach anderen Maximen. So ist ihr Hauptgesprächspartner in der Region unbestreitbar Rußland, auf politischer wie auch auf wirtschaftlicher Ebene.

Wie fast überall in der muslimischen Welt stellt sich die Frage nach der politischen Bedeutung des Islam. Tatsächlich erlebt Sinkiang einen Aufschwung politisch gefärbter Religiosität. Sogenannte wahhabitische Gruppen treten immer häufiger auf, ebenso wie Prediger aus anderen muslimischen Ländern wie Saudi-Arabien oder Pakistan; auch ein Wiederaufleben der Sufi-Bruderschaften läßt sich beobachten.

Allerdings nehmen die Uiguren im chinesischen Islam eine Sonderstellung ein und sind zahlenmäßig nicht einmal die stärkste muslimische Gruppe. Man schätzt die Zahl der auf mehrere Nationalitäten verteilten Muslime in China auf 20 Millionen. Die Hui, chinesische Muslime, sind in allen Regionen vertreten, mit einer gewissen Konzentration in Zentralchina. Sie bilden die wichtigste nationale Minderheit unter den muslimischen Völkern, noch vor den Uiguren. Mit Ausnahme von Sinkiang, wo sie 1990 lediglich auf einen Anteil von 0,8 Prozent an einer Gesamtbevölkerung von damals 13 Millionen Einwohnern kamen, sind die Hui die tragenden Kräfte des Islam in der chinesischen Gesellschaft.

Unabhängig von den Verzerrungen, die jede Berufung auf ein Erbe mit sich bringt, erfüllt also die uigurische Identität offenbar jene einigende Funktion, die die Nationalisten von ihr erwarten. Ihr Ziel bleibt die "Selbstbestimmung", sagt Erkin Alptekin, ein uigurischer Nationalist, der als Flüchtling in der Türkei lebt. Und er fügt hinzu: "Die Uiguren wollen über ihr Schicksal entscheiden können. Wir haben vor der Eroberung durch die Mandschu einen eigenen souveränen Staat gehabt, und wir möchten ihn wiedererstehen sehen. Das könnte im Rahmen einer Föderation geschehen. Ich glaube nicht, daß die Uiguren eine derartige Lösung gänzlich ablehnen würden. Im Augenblick fürchten sie vor allem den Verlust ihrer Identität. Um die Chancen für eine friedliche Regelung zu erhalten, muß die chinesische Regierung dringend Gespräche über das Schicksal meines Volkes aufnehmen."8

Der Anteil der Uiguren an der chinesischen Geschichte ist gering, die Han- Präsenz in Sinkiang hingegen sehr ausgeprägt. Dieses Ungleichgewicht führt bei den Uiguren zwangsläufig zur Entwicklung eines starken nationalen Ressentiments. Wird sich die chinesische Politik des "Sand hinzufügens" schließlich zu einer Düne auswachsen, die nach und nach die Uiguren überrollen und verschlucken wird? Oder wird sich eine nationale Bewegung der Uiguren erfolgreich gegen ein solches Phänomen zur Wehr setzen? Das ist, langfristig gesehen, der Hintergrund der Spannungen, die seit einiger Zeit Sinkiang erschüttern.

dt. Sigrid Vagt

1 Laut Erkin Alptekin, dem Präsidenten der Organisation nicht repräsentierter Nationen und Völker, "hat sich niemand zu den Bombenattentaten bekannt, die seit 1992 in verschiedenen Orten Ost-Turkestans verübt worden sind. Doch die Chinesen hängen sie regelmäßig den Uiguren an." Vgl. das Interview mit Alptekin, einem während des kalten Krieges in die Türkei geflüchteten Uiguren und ehemaligen Journalisten von Radio Liberty, in der Zeitschrift Politique Internationale, Nr. 75, Frühjahr 1997.

2 Es ist von zigtausend Verhaftungen die Rede.

3 Nicolas Becquelin, "Tensions interethniques et pauvrete endemique, Perspectives chinoises, Nr. 39, Paris 1997.

4 Der Tarim, Sinkiangs bedeutendster Fluß, kommt aus dem Tien-schan und durchfließt in östlicher Richtung die große Wüste Takla Makan im Zentrum von Sinkiang.

5 Mit dieser Bezeichnung ist in etwa das Gebiet der ehemaligen Sowjetrepubliken Usbekistan und Tadschikistan gemeint.

6 In der Antike und im Hochmittelalter sprach die Bevölkerung in Sinkiang indoeuropäische Sprachen (herrschende Religion war der Buddhismus).

7 Die Uiguren verfügen nicht über solche Verstärker, wie sie die Propagierung des lamaistischen Buddhismus den Tibetern im Westen verschafft, wo der Dalai Lama eine bekannte Persönlichkeit ist. Dafür können sie jedoch mit der islamischen Solidarität rechnen, was ihre Bewegung in eine ganz andere geopolitische Dynamik hineinziehen kann.

8 Vgl. Politique Internationale, Nr. 75, 1997.

* Dozent an der Ecole des hautes etudes en science sociales (Hochschule für Sozialwissenschaften).

Le Monde diplomatique Nr. 5329 vom 12.09.1997 Seite 14-15 Le Monde diplomatique 395 Zeilen
Dokumentation VINCENT FOURNIAU

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http://www.uygur.org/de/wunn97/091297ad.htm din elindi