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View Full Version : Bedeutender uigurischer Menschenrechtler aus Deutschland in Südkorea verhaftet - Sofo



seide
16-09-09, 09:56
Chinas langer Arm« bedroht Menschenrechtler

Bedeutender uigurischer Menschenrechtler aus Deutschland in Südkorea verhaftet - Sofortige Freilassung gefordert.

ChinaObserver

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch die sofortige Freilassung des in Südkorea festgenommenen uigurischen Menschenrechtlers Dolkun Isa gefordert. Der deutsche Staatsbürger uigurischer Abstammung war auf Einladung der Koreanischen Stiftung für Demokratie sowie zweier Universitätsinstitute am Dienstag zu einer Vortragsveranstaltung nach Seoul gereist.

Er wurde bei seiner Ankunft am Flughafen verhaftet, berichtete die GfbV. Ihm sei nur mitgeteilt worden, er werde auf der Grundlage eines Interpol-Haftbefehls in Gewahrsam genommen. Dolkun Isa ist Generalsekretär des in München ansässigen Weltkongresses der Uiguren, der bedeutendsten Dachorganisation der muslimischen Volksgruppe in China im Exil. “Wir gehen davon aus, dass dieser Haftbefehl von China erwirkt wurde, um einen der bedeutendsten uigurischen Menschenrechtler im Exil mundtot zu machen”, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. “Wieder einmal nutzt China seinen langen Arm, um uigurische Kritiker im Ausland einzuschüchtern.” Seit 2001 hat das chinesische Innenministerium nach eigenem Bekunden mehrfach deutsche Behörden aufgefordert, das Münchener Büro des Weltkongresses zu schließen und seine Mitarbeiter in die Volksrepublik abzuschieben. “Bisher haben unsere Behörden diese Versuche jedoch alle vereitelt und bekräftigt, dass alle Aktivitäten des Weltkongresses im Einklang mit der deutschen Verfassung und einschlägigen Rechtsvorschriften stehen”, berichtete Delius. Auch der Bayerische Verfassungsschutz habe keine Einwände gegen die Arbeit der uigurischen Menschenrechtler geäußert.

Interpol biete Verfolgerstaaten leider leichte Handhabe bei der Einschüchterung von Kritikern. Denn die Rechtmäßigkeit der im Verfolgerstaat ausgestellten nationalen Haftbefehle dürfe nicht regelmäßig überprüft werden. Interpol kümmere sich nur um ihre internationale Vollstreckung. “Zweifelsohne hat sich Isa mit seiner Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen an Uiguren nach chinesischem Recht strafbar gemacht, selbst wenn diese Tätigkeit nach deutschem Recht vollkommen legal ist”, sagte Delius. “Mit der Verbreitung von “schwarzen Listen” uigurischer Menschenrechtler über chinesische Botschaften in aller Welt versucht Peking systematisch, die Bewegungsfreiheit von Kritikern im Exil einzuschränken.” Nicht zum ersten Mal sei Dolkun Isa trotz seines deutschen Passes in das Fadenkreuz chinesischer Sicherheitsdienste geraten. So wurde er im Frühjahr 2005 beim Besuch der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf vom UN-Sicherheitsdienst auf der Grundlage chinesischer Sicherheitsinformationen festgenommen. Nach internationalen Protesten entschuldigten sich die UN später für den Zwischenfall.

Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028

Unregistered
16-09-09, 12:03
http://www.unpo.org/content/view/10069/81/


Rome, 16 September 2009

To the Urgent Attention of:

H. E. Kim Joong-jae

Ambassador of the Republic of Korea to Italy

Tel. 06-80.24.61

Fax 06-80.24.62.59 - 06-80.24.62.60

Email: consul-it@mail.mofat.go.kr

Re: the case of Mr. Dolkun Isa held in Seoul

Esteemed Ambassador:

I take the liberty to write to you, to bring to your attention the case of a dear friend and colleague of mine, Mr. Dolkun Isa. Mr. Isa is a German citizen of Uyghur origins who, on his way to attend the World Forum for Democracy in Seoul, was denied access to Korea for reasons that remain still unclear to him.

Over the years, I have had the pleasure to work with Mr. Isa and the World Uyghur Congress, WUC, of which he is Secretary General, and I can assure you that he is a dedicated advocate for the respect of human rights for the Uyghur people as well as those of all unrepresented peoples in dozens of countries, through non-violent means.

As representative of the UN ECOSOC accredited NGO the Nonviolent Radical Party, I have attended several meetings that Mr. Isa and the WUC have convened over the years, mainly with the support of the U.S Congress-funded National Endowment for Democracy, to highlight the plight of the Uyghur people in Europe and the United Nations, and have collaborated with them to lobby the international community at the UN together with the Unrepresented Nations and Peoples Organizations.

As all human rights defender Mr. Isa is at risk of unfair treatment in countries that do not recognize civil liberties, I appeal to you, and to you to your government, to live up to the expectations of the international community that has always seen, and hailed, South Korea as a place where human development has made terrific progress over the last decades and allow Mr. Isa to return safely to Germany. Knowing how sensitive the Uyghur issues is these days for Beijing, it goes without saying that listening to Chinese interferences in this matter will certainly put at risk the very life of Mr. Isa and his family.

Confident of your prompt reaction, I remain at your full disposal for any additional information you may require on the matter and thank you for your time and consideration



Marco Perduca

Member of the Foreign Affairs Committee

Secretary of the Special Committee on Human Rights



Chinas langer Arm« bedroht Menschenrechtler

Bedeutender uigurischer Menschenrechtler aus Deutschland in Südkorea verhaftet - Sofortige Freilassung gefordert.

ChinaObserver

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch die sofortige Freilassung des in Südkorea festgenommenen uigurischen Menschenrechtlers Dolkun Isa gefordert. Der deutsche Staatsbürger uigurischer Abstammung war auf Einladung der Koreanischen Stiftung für Demokratie sowie zweier Universitätsinstitute am Dienstag zu einer Vortragsveranstaltung nach Seoul gereist.

Er wurde bei seiner Ankunft am Flughafen verhaftet, berichtete die GfbV. Ihm sei nur mitgeteilt worden, er werde auf der Grundlage eines Interpol-Haftbefehls in Gewahrsam genommen. Dolkun Isa ist Generalsekretär des in München ansässigen Weltkongresses der Uiguren, der bedeutendsten Dachorganisation der muslimischen Volksgruppe in China im Exil. “Wir gehen davon aus, dass dieser Haftbefehl von China erwirkt wurde, um einen der bedeutendsten uigurischen Menschenrechtler im Exil mundtot zu machen”, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. “Wieder einmal nutzt China seinen langen Arm, um uigurische Kritiker im Ausland einzuschüchtern.” Seit 2001 hat das chinesische Innenministerium nach eigenem Bekunden mehrfach deutsche Behörden aufgefordert, das Münchener Büro des Weltkongresses zu schließen und seine Mitarbeiter in die Volksrepublik abzuschieben. “Bisher haben unsere Behörden diese Versuche jedoch alle vereitelt und bekräftigt, dass alle Aktivitäten des Weltkongresses im Einklang mit der deutschen Verfassung und einschlägigen Rechtsvorschriften stehen”, berichtete Delius. Auch der Bayerische Verfassungsschutz habe keine Einwände gegen die Arbeit der uigurischen Menschenrechtler geäußert.

Interpol biete Verfolgerstaaten leider leichte Handhabe bei der Einschüchterung von Kritikern. Denn die Rechtmäßigkeit der im Verfolgerstaat ausgestellten nationalen Haftbefehle dürfe nicht regelmäßig überprüft werden. Interpol kümmere sich nur um ihre internationale Vollstreckung. “Zweifelsohne hat sich Isa mit seiner Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen an Uiguren nach chinesischem Recht strafbar gemacht, selbst wenn diese Tätigkeit nach deutschem Recht vollkommen legal ist”, sagte Delius. “Mit der Verbreitung von “schwarzen Listen” uigurischer Menschenrechtler über chinesische Botschaften in aller Welt versucht Peking systematisch, die Bewegungsfreiheit von Kritikern im Exil einzuschränken.” Nicht zum ersten Mal sei Dolkun Isa trotz seines deutschen Passes in das Fadenkreuz chinesischer Sicherheitsdienste geraten. So wurde er im Frühjahr 2005 beim Besuch der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf vom UN-Sicherheitsdienst auf der Grundlage chinesischer Sicherheitsinformationen festgenommen. Nach internationalen Protesten entschuldigten sich die UN später für den Zwischenfall.

Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
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